Innenstadt-Impulse: Erneute Förderung der Kommunen in 2026
- Die Förderung kann für Sitzgelegenheiten, Bepflanzungen und Lichtinstallationen verwendet werden / Symbolbild
- Foto: hallojulie/stock.adobe.com
- hochgeladen von Karin Hoffmann
Rheinland-Pfalz. Innenminister Michael Ebling hat bekanntgegeben, dass im Landeshaushalt für das Jahr 2026 erneut 5 Millionen Euro für das Modellvorhaben Innenstadt-Impulse bereitgestellt werden. Die Förderbedingungen bleiben dabei im Wesentlichen unverändert und ermöglichen den Kommunen dadurch die Umsetzung individueller, identitätsstiftender Maßnahmen und eine höchstmögliche Flexibilität. Die Antragstellung ist ab sofort für alle Kommunen mit zentralörtlicher Funktion möglich.
„Das Modellvorhaben ‚Innenstadt-Impulse‘ wirkt: In den vergangenen fünf Jahren haben zahlreiche Kommunen davon profitiert und die Entwicklung ihrer Innenstadt auf kreative und individuelle Weise gestärkt. Angesichts dieser positiven Bilanz wird die Landesregierung das Programm auch im Jahr 2026 fortführen und den Kommunen weiterhin ein Instrument an die Hand geben, mit dem sie neue Impulse zur Belebung ihrer Zentren setzen können. Es eröffnet die Chance, innovative Ideen auszuprobieren, Stadtentwicklung neu zu denken und auf aktuelle Herausforderungen flexibel zu reagieren. Ziel ist es, innovative Ansätze sichtbar zu machen, Mut zu Veränderungen zu fördern und Innenstädte langfristig als lebendige Orte des Miteinanders zu stärken“, so Ebling.
Die Förderbedingungen bieten den Kommunen auch 2026 eine hervorragende Grundlage, um Projekte umzusetzen. „Die Förderhöchstsumme liegt unverändert bei 500.000 Euro pro Kommune und die Finanzierungsbeteiligung des Landes auch weiterhin bei hochattraktiven 90 Prozent. Zudem haben Kommunen, die in den letzten Jahren bereits von dem Programm profitiert haben, auch weiterhin die Möglichkeit, weitere Anträge für neue, zusätzliche Fördergebiete zu stellen oder in einem bereits bestehenden Fördergebiet neue Maßnahmen zu beantragen“, sagte der Minister.
Das Modellvorhaben „Innenstadt-Impulse“ rundet als nicht-investive Förderung die klassischen auf Baumaßnahmen ausgerichteten Städtebauförderungsprogramme ab. Den Städten und Gemeinden in Rheinland-Pfalz steht damit ein umfassendes Förderangebot zur Belebung ihrer Innenstädte und Ortskerne zur Verfügung. Seit Beginn des Modellvorhabens wurde das Programm von mehr als 80 Kommunen genutzt.
„In den letzten Jahren hat sich deutlich gezeigt, dass sich die Innenstädte und Ortskerne im Wandel befinden. Veränderte Einkaufsgewohnheiten, die Konkurrenz durch den Online-Handel sowie durch Märkte auf der ‚grünen Wiese‘, Veränderungen in der Gastronomie und bei kundennahen Dienstleistern haben zu einem deutlichen Strukturwandel geführt. Als Folge dieser Entwicklungen stehen unsere Innenstädte, Stadt- und Ortsteilzentren in den kommenden Jahren vor großen Herausforderungen. Das ist uns als Landesregierung sehr bewusst und deshalb wollen wir mit unserem Regierungsschwerpunkt ‚Innenstädte der Zukunft‘ gezielt Impulse setzen, um die Zentren unserer Städte zu stärken. Denn Innenstädte sind weit mehr als Orte zum Einkaufen: sie sind soziale Räume, kulturelle Treffpunkte und wirtschaftliche Zentren“, sagte Innenminister Michael Ebling.
Im Rahmen des Modellvorhabens sei es beispielsweise möglich, Aktionstage zur Belebung der Innenstadt oder die Zwischennutzung von leerstehenden Ladenlokalen, die Entwicklung eines attraktiven und abgestimmten Innenstadtmarketings und den Aufbau lokaler Online-Marktplätze zu unterstützen. Auch können die Mittel für kleinere Maßnahmen, wie Möblierungen, Bepflanzungen und Lichtinstallationen, verwendet werden.red
Autor:Karin Hoffmann aus Ludwigshafen |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.