BASF: Wie die Neueröffnung in China den Standort Ludwigshafen betrifft

BASF in Ludwigshafen: Was das neue Werk für den Standort Ludwigshafen bedeutet (Archivbild) | Foto: dpa
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Ludwigshafen. BASF hat am heutigen Donnerstag, 26. März, einen neuen milliardenschweren Verbundstandort im südchinesischen Zhanjiang eröffnet und stärkt damit seine Präsenz im wichtigsten Chemiemarkt der Welt.

Der Konzern investierte nach eigenen Angaben rund 8,7 Milliarden Euro in den Standort an der Küste Südchinas. Es ist die größte Einzelinvestition in der Geschichte von BASF. Herzstück ist ein sogenannter Steam Cracker, der allein rund eine Milliarde Euro kostete. Der Bau dauerte fast sechs Jahre. Produziert wird bereits seit November.

BASF-Vorstandschef Markus Kamieth betonte bei der Eröffnung die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit. In einer zunehmend fragmentierten Welt seien globale Lieferketten entscheidend für stabile Ergebnisse. Zugleich verwies er auf erste Preis- und Versorgungseffekte in Asien durch den Krieg im Nahen Osten.

Warum BASF in China expandiert

China steht für mehr als die Hälfte des weltweiten Chemiebedarfs. Für BASF entfallen bislang rund 14 Prozent des Umsatzes auf die Volksrepublik. Nach Konzernangaben ist das Unternehmen dort noch unterrepräsentiert. Mit dem neuen Werk will BASF gezielt den bislang unterversorgten Markt in Südchina sowie Kunden in der wirtschaftsstarken Provinz Guangdong bedienen.

Der Standort Zhanjiang ist nach Nanjing der zweite Verbundstandort von BASF in China. Anders als in Ostchina betreibt der Konzern das Werk im Süden vollständig selbst und nicht als Gemeinschaftsunternehmen.

Schwieriger Markt und lange Amortisation

Der chinesische Markt gilt inzwischen als deutlich anspruchsvoller. Schwache Nachfrage und Überkapazitäten sorgen in vielen Branchen für harte Preiskämpfe. Kamieth räumte ein, dass sich die Investition später als ursprünglich geplant rechnen werde. Die chinesische Regierung habe die Probleme erkannt, eine schnelle Erholung sei jedoch nicht zu erwarten.

Welche Folgen hat das für Deutschland

Im Südwesten wurde das Projekt früh kritisch begleitet. In Ludwigshafen und anderen Standorten gab es Sorgen, die Produktion könne nach China verlagert werden. BASF hatte zuletzt Tausende Stellen abgebaut, auch in Deutschland.

Der Vorstandschef widersprach diesen Befürchtungen. Das Werk in Zhanjiang sei ausschließlich für den chinesischen Markt konzipiert. Produkte für Europa dort herzustellen, sei wirtschaftlich unsinnig. Eine Abkopplung vom chinesischen Markt wäre für BASF nach seinen Worten das deutlich größere Risiko.

Strategie zwischen Risiko und Klimazielen

Der Standort verfügt über einen eigenen Tiefseehafen, um im Krisenfall flexibel bei der Rohstoffversorgung zu bleiben. Ein Export in andere Weltregionen ist nicht geplant. BASF hebt zudem den vergleichsweise niedrigen CO2-Fußabdruck hervor. Das Werk wird vollständig mit grünem Strom betrieben und verursacht laut Konzern nur etwa halb so viel CO2 wie andere Verbundstandorte.

China bleibe trotz politischer Risiken ein zentraler Wachstumsmarkt, erklärte Kamieth. Menschenrechtsfragen würden ernst genommen, ohne die eigenen Werte zu kompromittieren. Der Fall Xinjiang sei eine Ausnahme geblieben. dpa/red

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Cornelia Bauer aus Speyer

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