Arbeitsmarkt: Arbeitslosenzahlen gestiegen - Start von 163 neuen Projekten
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Rheinland-Pfalz. Die Zahl der Arbeitslosen in Rheinland-Pfalz ist im Januar gestiegen. Wie aus den Meldungen der Arbeitsagenturen im Land hervorgeht, waren in diesem Monat 133.850 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 8553 mehr als im Dezember und 5002 mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,3 Prozentpunkte auf 5,8 Prozent. Im Januar des Vorjahres lag sie bei 5,6 Prozent.
Ministerpräsident Alexander Schweitzer sagte mit Blick auf die aktuellen Arbeitsmarktzahlen: „Ein Schwerpunkt der Arbeitsmarktpolitik des Landes ist es, Menschen bei den Veränderungen in der Arbeitswelt infolge der Transformation durch Weiterbildung und Qualifizierung zu unterstützen. Wir nehmen aber auch diejenigen in den Blick, die schon länger arbeitslos sind und denen es bisher nicht gelungen ist, eine Beschäftigung zu finden. Das erreichen wir durch eine große Bandbreite an Förderansätzen, die auf unterschiedliche Art und Weise einen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten.“
Arbeitsministerin Dörte Schall wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass seit Jahresbeginn 163 neue arbeitsmarktpolitische Projekte in zwölf Förderansätzen gestartet sind. Die Projekte werden mit rund 14,8 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds Plus und rund 7,2 Millionen Euro aus Landesmitteln gefördert. Sie zielen darauf ab, Jugendliche beim erfolgreichen Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf zu unterstützen, Beschäftigte im Wandel der Arbeitswelt zu begleiten und zu stärken und die Beschäftigungsfähigkeit von SGB II Beziehenden zu erhöhen.
„Durch diese Projekte werden in diesem Jahr rund 7400 Menschen die Möglichkeit erhalten, ihre beruflichen Perspektiven zu verbessern, beispielsweise durch eine Qualifizierung oder eine berufliche Weiterbildung, ein Beratungsangebot oder ein Coaching. In Zeiten der Transformation wollen wir Chancen geben und niemanden alleine lassen“, so Ministerin Schall.
Die Ministerin kündigte darüber hinaus einen neuen Aufruf unter anderem für die Förderansätze Jobfux und Assistierte Ausbildung in der Krankenpflegehilfe an, der am 2. Februar veröffentlicht wird.
„Die Jobfüxe haben die Aufgabe, Schülerinnen und Schüler beim Übergang in Ausbildungen zu begleiten und beim Berufseinstieg zu unterstützen. Sie erarbeiten gemeinsam mit den jungen Menschen berufsrelevante Informationen, helfen bei der Suche nach Praktika und bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen. Außerdem trainieren sie mit den Jugendlichen Vorstellungsgespräche und unterstützen sie in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit bei der Suche nach passenden Ausbildungsstellen“, erklärte Schall.
Der Förderansatz „Assistierte Ausbildung in der Krankenpflegehilfe“ richtet sich an Auszubildende in der Krankenpflegehilfe mit einem besonderen Unterstützungsbedarf. Stütz- und Förderunterricht sowie sozialpädagogisches Coaching sollen diesen Auszubildenden dabei helfen, ihre Ausbildung erfolgreich abzuschließen.
„Um dem steigenden Bedarf an qualifizierten Hilfs- und Assistenzkräften in der Pflege gerecht zu werden, unterstützen wir Jugendliche dabei, eine Ausbildung zu beginnen und erfolgreich zum Abschluss zu bringen. Ausbildungsabbrüche gilt es zu vermeiden. Nur so können wir die Herausforderungen der Fachkräftesicherung im Gesundheitswesen auch zukünftig meistern“, betonte die Ministerin.
Die Anmeldefrist für Projektanmeldungen ist der 27. Februar 2026. Der Projektbeginn ist ab dem 1. Juli 2026 möglich.red
Weitere Informationen:
Weitere Informationen zum Anmeldeverfahren sowie über die ESF+-Förderung in Rheinland-Pfalz gibt es auf der ESF-Webseite
Autor:Karin Hoffmann aus Ludwigshafen |
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