Motorsport
Honda gewinnt das 8-Stundenrennen von Suzuka

Xavi Vierge gewinnt mit seinen Teamkollegen Takahashi und Nagashima das 8-Stundenrennen von Suzuka auf einer Honda CBR 1000 R-RR  | Foto: Reuschel ( moto-foto )
  • Xavi Vierge gewinnt mit seinen Teamkollegen Takahashi und Nagashima das 8-Stundenrennen von Suzuka auf einer Honda CBR 1000 R-RR
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  • hochgeladen von Hartmut Reuschel

Der 3. Lauf zur diesjährigen Langstreckenweltmeisterschaft für Motorräder EWC ist ( wieder einmal ) das genaue Gegenteil von dem was ansonsten in der EWC geboten wird. Ist es bei den Rennen in Europa - Le Mans, Spa-Francorchamps und Le Castellet - die klassische Distanz von 24 Stunden so werden in Suzuka gerade einmal 8 Stunden gefahren. Sind bei den europäischen Läufen ein Drittel der Motorräder im Starterfeld die großen schnellen EWC-Bikes und zwei Drittel die etwas schwächeren Bikes der Superstock - Klasse ist es in Japan umgekehrt - 34 Motorräder nach EWC-Reglement und 16 Maschinen der Superstock Kategorie bilden das 50 Maschinen starke Starterfeld. Und während in Europa die Teams aus Frankreich, Belgien, Deutschland, Polen, Tschechien, Italien, Spanien, Österreich, der Slowakei, der Schweiz  und Kasachstan kommen und nur 1 Team seinen Sitz in Japan hat stehen in Suzuka lediglich die Werksteams aus Österreich - YART-Yamaha - , Belgien - BMW World Endurance Team -, Frankreich - SERT Yoshimura Suzuki und Viltais Racing - sowie die Privattemas  Moto Box Krämer, und KM99 aus Europa im Grid, die restlichen 44 Teams haben alle Ihren Sitz in Japan und sind dort ursprünglich in der dortigen Superbike Meisterschaft unterwegs. Die übrigen Teams aus Europa scheuen schon seit Jahren die Reise nach Japan, einerseits sind die Reisekosten für die in der Meisterschaft engagierten Privatteams zu hoch, anderseits besteht nahezu keine Chance gegen die hochaufgerüsteten japanischen werksunterstützten Teams auf eine vernünftige Platzierung. So standen in Suzuka 19 Hondas CBR-1000 RR-R, 11 Yamahas YZF-R1, 7 Suzukis GSX-R 1000R, 6 Kawasakis ZX-10R, 5 BMW´s M1000RR, 1 Aprilia RSV4 Factory und 1 Ducati V4R  am Start und zumindest bei den von japanischen Teams genannten Maschinen war zum Teil feinste Technik von den Rennsportabteilungen der jeweiligen Hersteller verbaut. Auch dieses Jahr scheute sich Honda nicht reine Suzuka Prototypen einzusetzen die nur für dieses eine Rennen, das im asatischen Raum eine große Popularität genießt, gebaut wurden.
Bei den Piloten fand in den letzten Jahren ein Wandel statt. Haben in früheren jahren die japanischen Hersteller ihre in der MotoGP und Superbike-WM tätigen Fahrer auch gerne in Suzuka eingesetzt war es diesmal nur Xavi Vierge der als Superbike Permantstarter in Suzuka von HRC eingesetzt wurde. Und mit Marcel Schrötter und Tarren Mackenzie waren 2 Piloten am Start  die üblicherweise in der Supersport 600 Klasse im Einsatz sind.
Für ein Langstreckenrennen eher unüblich fielen dann schon recht früh nach dem Start Vorentscheidungen die den Rennausgang wesentlich beeinflussten. Die amtierende Weltmeistermannschaft von F.C.C.Honda bekam an ihrer CBR 1000 RR-R bereits nach 40 Minuten Elektronikprobleme in deren Folge Startfahrer Mike di Meglio stürzte. Nach dem dadurch fälligen  Boxenstopp nahm Alan Techer das Rennen an Position 19 mit Rundenrückstand auf die Führenden wieder auf. Eine Stunde später erwischte es die WM-Führenden von YART #7. Mit Karel Hanika im Sattel ging der Motor der R1 aus und der Tscheche musste die Yamaha bei hochsommerlichen Temperaturen an die Box zurückschieben. Damit war für YART das Rennen gelaufen und es ging nach Reperatur an der Box nur noch darum das Rennen zu Ende zu fahren zu dem neben Hanika und Niccolo Canepa auch der Mosbacher Marvin Fritz seinen Teil dazu beigetragen hat. An der Spitze ging es recht übersichtlich zu, die HRC Honda mit Nagashima/Vierge/Takahashi führte mit einer Runde Vorsprung vor SERT-Yoshimura Suzuki mit Guintoli/Masson/Black und dem S-Pulse Racing Dream Team bei dem Marcel Schrötter auf der Suzuki GSXR-RR  zum Einsatz kam. Die Werks-BMW mit Reiterberger/Myckhalchyk/ Guarnoni konnte das Tempo an der Spitze nicht mithegehen und lag zu Rennmitte auf Platz 10. Vier Stunden lief dann das Rennen ohne große Zwischenfälle als 1,5 Stunden vor Schluss ein Regenschauer kam  und für Hektik im Feld sorgte. Großer Verlierer der Regenphase war SERT Suzuki #12 indem Gregg Black mit frischen Regenreifen nicht nur die GSXR-RR ins Kiesbett warf sondern damit auch eine Top Platzierung für Suzuki. Unbeeindruckt von Wind und Wetter drehte die BMW mit Markus Reiterberger und Kollegen ihre Runden, lag 1 Stunde vor Rennende auf Position 5 war damit bestes Team der Permanentstarter aus der EWC. Zum Finale der letzten 30 Minuten wurde es dann richtig spannend. Während die Position 1 mit der HRC Honda # 33 mit Rundenvorsprung klar war ging es um die restlichen  Podestplätze zwischen 7 Teams hoch her zu, mitten drin die Werks-BMW # 37 und die F.C.C. Honda #1 die sich nach dem Pech zu Beginn des Rennens wieder in die Top 8 gefahren haben.
Als die Zielflagge in Suzuka auf der mittlerweile völlig im Dunkeln gelegenen Strecke fiel konnte HRC-Honda einen überlegenen Sieg feiern was der in der MotoGP und der WSBK schwer geschundenen Truppe gut tut, zwei Teams aus der japanischen Meisterschaft, # 104 TOHO Racing und # 73 SDG Honda Racing belegten die Plätze 2 und 3 womit alle Plätze auf dem Siegerpodest von Hondapiloten besetzt wurden. Die BMW #37 belegte letztendlich Platz 7 womit die Chancen auf den WM-Gewinn beim Saisonfinale in Le Castellet am 16/17 September noch intakt sind.
 
Text: Hartmut Reuschel
Bild: moto-foto ( Reuschel )

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Autor:

Hartmut Reuschel aus Mannheim

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