Weibliche A-Jugend Bundesliga
Ein Novum in der Vereinsgeschichte der TSG Friesenheim ist vollbracht!

Ludwigshafen/Friesenheim Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte und erst zum zweiten Mal überhaupt, hat es eine weibliche, pfälzische Mannschaft geschafft, sich für die höchste Spielklasse, der A-Jugend Bundesliga, zu qualifizieren.
Die weibl. A-Jugend von Jugendkoordinatorin und Trainerin Viktorija Kühn hat sich ein Jahr lang intensiv auf diese Qualifikation vorbereitet. Man hat die persönlichen Ziele von B-Jugend-Trainer Martin Buschsieper und die der A-Jugend hinten angestellt und die beiden Mannschaften die ganze Runde über zusammen trainieren lassen.
Yvonne Klöffer wurde als Athletiktrainerin mit ins Team aufgenommen um die Mädels die komplette Saison über gesund und fit zu halten. Als Schwerpunkt im Trainingsprozess wurde die individuelle Entwicklung der Spielerinnen verstärkt in Angriff genommen. Neben der Technik und Taktik wurde das Entscheidungstraining sowie das antizipative Verhalten während des Spiels zu den wichtigen Bestandteilen der individuellen Ausbildung.
Die Runde 2018/19 schlossen die weibl. B-Jugend mit einem 4. Tabellenplatz ab (Möglicherweise wäre mit einer anderen Ausrichtung bzw. Zielsetzung mehr drin gewesen. Erschwerend kamen auch noch zwei Langzeitverletzte hinzu). Die weibliche A-Jugend verteidigte Ihren Oberligameister Titel erfolgreich gegen den direkten Ligakonkurrenten aus Budenheim.
Nach der Runde wechselte Nicole Weschenfelder von der TSG Wiesloch zu den Eulen. Die dynamische Rückraum- und Mittespielerin fand sich nahtlos in das Team ein.
Am 01.05.2019 fand dann die Vorqualifikation zur weiblichen A-Jugendbundesliga in Kirn statt. Fünf Teams (SF Budenheim, SV64 Zweibrücken, HSG DJK Marpingen-SC Alsweiler – welche gerade in der B-Jugend um die deutsche Meisterschaft mitgespielt hatte, Kirn und die TSG Friesenheim) stellten sich dieser Herausforderung. Platz eins und zwei qualifizierten sich direkt für die 1. Hauptrunde der BundesligaQuali.. Budenheim wurde ungeschlagen Erster, die TSG erspielte den 2. Platz.
Leider verletzte sich unsere starke Linksaußen Jade Walburg am Knie so schwer, dass sie für die anstehenden Qualispiele nicht mehr zur Verfügung stehen konnte.
Eine Woche vor dem Qulaifikationsturnier war der nächste Wechsel perfekt, die Zwillingsschwester von Nicole, Celina Weschenfelder (Linksaußen) komplementierte das Team der Jungeulen.
Jetzt konnte Vik Kühn aus dem Vollen schöpfen, denn fast alle Spielerinnen waren pünktlich zur BuLi-Quali wieder fit (auch die Langzeitverletzten).
Für die BuLiQuali, welche am 25.05.2019 im heimischen TSG Sportzentrum ausgerichtet wurde, hatten sich souverän der Hessen Oberligameister, die HSG Rodgau Nieder-Roden, unser Ligakonkurrent, die SF Budenheim, die wJSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt und wir uns qualifiziert.
Im ersten Spiel traf man gleich auf den vermeintlich stärksten Gegner, die HSG Rodgau. Von Beginn an lieferten sich beide Teams ein äußerst kampfbetontes Spiel, bei dem die Abwehrreihen dominierten. Die Jungeulen gingen sogar mit 6:9 in Führung. Eine 2-Minutenstrafe gegen die Jungeulen nutzte Rodgau, um das Ergebnis zu verbessern. Beim Spielstand von 10:10 wurden dann die Seiten gewechselt.
Auch in der zweiten Halbzeit erkämpften sich die Jungeulen wieder eine 10:13 Führung (26.min). Beim 13:15 dann erneut zwei Zeitstrafen gegen die Jungeulen und aus der Führung wurde ein 17:15 Rückstand. In der 35. und 36. Minute wurden erneut zwei Zeitstrafen gegen die Jungeulen verhängt. - somit war der Rückstand nicht mehr einzuholen. Mit 20:17 verlor man unnötigerweise dieses Spiel und musste mit einem Punktekonto von 0:2 ins zweite Spiel an diesem Tag.
Dort traf man auf die Sportfreunde aus Budenheim, die die wJSG Bad Soden mit 26:13 bezwangen und somit 2:0 Punkte im Rücken hatten.
Diese Situation setzte unsere Mädels gehörig unter Druck, wollte man die Direktqualifikation noch erreichen.
Budenheim reiste bereits mit großem Selbstvertrauen aus der Vorqualifikation an. Dort besiegten Sie die Jungeulen. Der sechste Bundesligaeinzug war für sie schon fast sicher/lt. Presseberichten).
Vieles sprach somit für die Sportfreunde. Aber da hatten sie die Rechnung ohne unsere Mädels gemacht. Die deutliche Kabinenansprache der Trainerin Vik Kühn und der Spielführerin zeigten Ihre Wirkung. Zumal die Jungeulen letztes Jahr knapp an der BuLi Qualifikation gescheitert waren wollte die Mannschaft dies in diesem Jahr unbedingt schaffen. Mit einer Niederlage aus der Vorquali und einem 0:2 Punkterückstand aus dem ersten Spiel gegen Rodgau, legten sie das bisher wohl beste Spiel überhaupt hin.
Die Mädels waren super eingestellt. Es lief alles. Es wurde kombiniert. Der Ball lief schnell durch die TSG Reihen. Vor allem Nicole Weschenfelder legte in den ersten Minuten die Bälle gekonnt an den Kreis ab und so konnte Emma Wilhelm die ersten drei Anspiele im Tor unterbringen -und nach 3 Minuten stand es bereits 3:0. Budenheim nahm da schon die Auszeit. Diese nutze den Budenheimerinnen aber nichts. Jetzt kam die Zeit für unsere Rechtsaußen Jana Stolle, die gleich mit einem Doppelpack das Ergebnis auf 5:0 schraubte. Nach 5 Minuten. WAHNSINN!
Die tolle Abwehr, allen voran unsere agile und souverän spielende Tabea Luickx, die an diesem Tag ihr Meisterstück hinlegte, ließen die Budenheimerinnen nie gefährlich vor dem Tor von Jaqueline Wegner auftauchen. Diese hielt an diesem Tag bärenstark. Eine übernahm von der anderen, getreu dem Motto: „Eine für alle, alle für eine“. Die Abwehr stand wie ein Bollwerk um unsere Lara Jentzsch.
Jasmin Jung unsere Mittespielerin zog gekonnt die Fäden , brachte ihre Mitspielerinnen in Position oder tauchte selbst blitzschnell vor dem Tor der Budenheimerinnen auf. Die kraftvoll in der Abwehr und nach vorne schnell spielende Nicole Weschenfelder legte die nächsten beiden Tore nach und so stand es nach 6 Minuten 8:1.
Hier waren selbst die TSG Fans sprachlos aber auch die Trainerbank auf Budenheimer Seite.
Die beste Akteurin des Gegners, Julie Jacobs, wurde von Jana Heidger sehr gut angenommen und konnte Ihre Wurfstärke aus dem Rückraum nicht zeigen, somit war Budenheim im Angriff „fast machtlos“. Sie versuchten es im Angriff auf der anderen Halbposition, aber auch hier war bei N. Weschenfelder nicht viel zu erreichen.
Die Abschlüsse der Budenheimerinnen fanden kein Ziel. Die Jungeulen ließen dem Gegner jedoch keine Zeit zum Verschnaufen, jeder Angriff wurde weiterhin schnell nach vorne gespielt – und - somit zeigte die Anzeigetafel nach der 1. Halbzeit (nach 20 Minuten)18:9 für die Jungeulen an.
Eigentlich war zu diesem Zeitpunkt das Spiel schon gelaufen. Trotzdem wurde die zweite Halbzeit ganz souverän zu Ende gespielt, sodass am Ende ein 25:17-Sieg zu Buche stand. Zwischenzeitlich führte man sogar mit 11 Toren gegen Budenheim – in diesem Spiel wuchsen die Jungeulen über sich hinaus und zeigten auch, dass Sie unbedingt in die Bundesliga wollten.
Im folgenden Spiel besiegten die HSG Rodgau Nieder-Roden im Hessenduell die wJSG Bad Soden mit 19:15, wobei man hier sehen konnte, dass man Bad Soden in keinem Fall unterschätzen darf.
Im fünften Spiel des Tages besiegte Rodgau dann in einem sehr umkämpften Spiel die Sportfreunde Budenheim knapp mit 22:21 und konnten damit mit 6:0 Punkten die Direktqualifikation feiern.
Somit stand vor dem letzten Spiel der Jungeulen fest, dass bei einem Sieg oder einem Unentschieden der Einzug in die Bundesliga perfekt wäre. Auch eine Niederlage mit weniger als drei Toren hätte gereicht, aber daran wollte keiner denken. Die Jungeulen begannen konzentriert, aber man sah beiden Teams an, dass sie bereits 80 anstrengende Minuten hochklassigen Handball in den Knochen hatten. Für Bad Soden, die nur noch theoretisch Chancen auf Platz 2 hatten, ging es eigentlich um nichts mehr und so wurde die 2:0-Führung der Jungeulen kontinuierlich ausgebaut. Hanna Rudolph agierte druckvoll und erfolgreich im Rückraum. Zur Halbzeit führte man 9:4 und keiner hatte das Gefühl, dass unsere Mädels sich den Sieg noch mal aus der Hand nehmen lassen. Beste Torschützin in diesem Spiel war Celina Weschenfelder. Trainerin Vik Kühn wechselte durch, womit alle Spielerinnen zum Einsatz kamen. Johanna Schlemilch übernahm im Rückraum die Regie und konnte sich erfolgreich in die Torschützenliste eintragen.
Nach 40 Minuten gab es kein Halten mehr. Die Mädels lagen sich in den Armen, auch wenn sie es noch nicht ganz realisieren konnten.
Der Traum, der seit der C-Jugend lebt, wurde nun Wirklichkeit!

wA-Jugendbundesliga

Für die erfolgreichen Jungeulen waren dabei: Sarah Hemmerich, Jaqueline Wegner (beide im Tor), Anna Glaser, Jasmin Jung, Jana Heidger, Jana Stolle, Nicole Weschenfelder, Celina Weschenfelder, Johanna Schlemilch, Fabienne Michel, Ayleen Michel, Emma Wilhelm, Lucy Sulta, Lara Jentzsch, Tabea Luickx, Hanna Rudolph, Trixi Kerth
Unser beiden verletzten: Jade Walburg und Katharina Scheid
Trainer: Viktorija Kühn
Betreuerin: Nicole Buschsieper
Physio: Sandra Ohmer / Marc Sickelmann
Beruflich verhindert: Co-Trainer Martin Buschsieper, Physio Paul Neumann

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Autor:

S. Wilhelm aus Ludwigshafen

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