Rheinland-pfälzische Energieagentur wird zu Energie- und Klimaschutzagentur

Rheinland-pfälzische Energieagentur wird zu Energie- und Klimaschutzagentur /Symbolbild | Foto: stockpics/stock.adobe.com
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Rheinland-Pfalz. „Die rheinland-pfälzische Energieagentur blickt auf eine beeindruckende Erfolgsgeschichte zurück. In den 13 Jahren ihres Bestehens hat sie sich zu einem verlässlichen und geschätzten Partner der Kommunen entwickelt. Ursprünglich lag ihr Schwerpunkt hauptsächlich bei der Unterstützung der Energiewende sowie der Beratung von Kommunen. Inzwischen hat die Agentur ihr Aufgabenfeld deutlich erweitert und unterstützt die Kommunen intensiver bei der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen. Besonders bedeutend sind die Beratungsleistungen beim Kommunalen Klimapakt (KKP), beim Kommunalen Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (KIPKI) oder bei der Kommunalen Wärmeplanung (KWP). Die Energie- und Klimaschutzagentur hilft beim Aufbau regionaler Netzwerke und unterstützt beim Zugang zu Fördermitteln. Sie dient als Wissensbank und als Motor zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2040. Damit ist sie ein zentraler Dienstleister für Kommunen mit ihren Bürgerinnern und Bürgern, die sich mit Fragen der Energiewende und des Klimaschutzes befassen. Da ist es konsequent, dass die Energieagentur zur Energie- und Klimaschutzagentur wird“, erklärt Umwelt- und Klimaschutzministerin Katrin Eder.

Tobias Büttner, Geschäftsführer der Energie- und Klimaschutzagentur, ergänzt: „Kommunen sind zentrale Akteure im Klimaschutz. Ohne sie erreichen wir die Klimaziele nicht. Ein Schlüssel zum Erfolg ist die intensive und umfassende Beratung der Kommunen sowie die Begleitung kommunaler Klimaschutzprojekte von der Planung bis zur Umsetzung.“

Geschäftsführende Direktorin Lisa Diener vom Städtetag Rheinland-Pfalz betont: „Die Energie- und Klimaschutzagentur arbeitet eng mit den Städten zusammen und versteht deren Herausforderungen. Diese vertrauensvolle Partnerschaft ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor dafür, dass Klimaschutz und Energiewende in Rheinland-Pfalz nicht nur geplant, sondern auch vor Ort umgesetzt werden.“

„Für die Landkreise ist die Agentur eine wertvolle Schnittstelle zwischen Land, Kommunen und Praxis. Sie trägt dazu bei, Klimaschutzstrategien vor Ort zu koordinieren und die vielfältigen Aktivitäten in den Regionen zu bündeln“, ergänzt Andreas Göbel, Geschäftsführender Direktor Landkreistag Rheinland-Pfalz.

„Das Angebot der Energieagentur wird von sehr vielen Kommunen genutzt und hilft bei der Energiewende und dem Klimaschutz in Rheinland-Pfalz. Vor allem die Begleitung der Kommunen bei der Kommunalen Wärmeplanung und deren Beratung mit Bundesförderung war eine sehr wertvolle Unterstützung“, erklärt Moritz Petry, Geschäftsführer des Gemeinde- und Städtebundes (GStB).

Gegründet im Juli 2012, waren die ersten Jahre der Energieagentur geprägt vom Aufbau der Zentrale in Kaiserslautern und der acht Regionalbüros. Durch die regionale Verortung wird die enge Zusammenarbeit mit den Akteuren vor Ort sichergestellt. Aus diesen Strukturen entwickelte sich ein stetig wachsendes Beratungsangebot, das heute klassische Energiethemen wie Energiesparen, Energieeffizienz und Ausbau erneuerbarer Energien mit kommunalem Klimaschutz, Bauleitplanung, Sanierung und nachhaltiger Mobilität verknüpft. Auch das Klimaschutzmonitoring und -controlling sind wichtige Aufgabenfelder, mit denen die Agentur überprüft, wo das Land und die Regionen beim Klimaschutz stehen und inwieweit bei den Maßnahmen nachgesteuert werden muss. Instrumente hierfür sind das Klimaschutz-Dashboard und der Energieatlas Rheinland-Pfalz.

Die Nachfrage nach den Leistungen der Agentur ist deutlich sichtbar: Seit Beginn der kommunalen Klimaoffensive Ende 2022 hat sie mit rund 120 Voll- beziehungsweise Teilzeitstellen im KKP 1050 teils sehr intensive Beratungsgespräche zu komplexen Themen durchgeführt. Beim KIPKI-Investitionsprogramm waren es 3830 Beratungsprozesse. Rund 500 der 958 bewilligten KIPKI-Klimaschutzprojekte sind bereits realisiert oder befinden sich in der Umsetzung. Die Landesregierung hat hierfür Fördermittel in Höhe von über 160 Millionen Euro bereitgestellt. Im KKP betreut die Energie- und Klimaschutzagentur derzeit 148 Kommunen und hat bisher die Umsetzung von 161 Klimaschutzprojekten begleitet; weitere befinden sich in Planung oder Genehmigung.

Bei der Kommunalen Wärmeplanung, seit Januar 2024 eine Pflichtaufgabe für Kommunen, zeigte sich die Energie- und Klimaschutzagentur als vorausschauender Partner: Bereits vor Inkrafttreten des Wärmeplanungsgesetzes informierte sie Kommunen über Fördermöglichkeiten aus der Kommunalrichtlinie und unterstützte bei der Antragstellung. So konnten sich mehr als 100 Kommunen in Rheinland-Pfalz vor dem Gesetzeserlass Gelder sichern. Von den 18 rheinland-pfälzischen Kommunen, die ihre Wärmeplanung abgeschlossen haben, hat die Agentur 16 beraten – etwa bei Förderanträgen, durch Datenbereitstellung und fachliche Informationen.

Besonders wertvoll für Kommunen, deren Finanzlage oft angespannt ist, ist die Förderberatung: In den letzten zweieinhalb Jahren hat die Energie- und Klimaschutzagentur gemeinsam mit den Kommunen rund 67 Millionen Euro an Fördergeldern akquiriert (ohne KIPKI-Mittel oder Gelder aus dem Regionalen Zukunftsprogramm RLP). Das löste in den Kommunen Investitionen von knapp 146 Millionen Euro aus und zeigt: Klimaschutz ist machbar, schafft Arbeitsplätze, stärkt die Wirtschaft und fördert Innovationen.red

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