BriMel unterwegs
Gut besuchtes Repair-Cafe im Makerspace
- Die ehrenamtlichen Helfer und eine Helferin an diesem Tag
- Foto: Brigitte Melder
- hochgeladen von Brigitte Melder
Ludwigshafen. Am Sonntag, den 2. November, hatten Menschen mit kaputten Haushaltsgeräten die Möglichkeit, von 12 bis 16 Uhr sich im Repair-Cafe beim Makerspace Rhein-Neckar, Am Bubenpfad 2, beraten und ihre Geräte eventuell reparieren zu lassen. Eine Kuchenbar war aufgebaut mit selbstgebackenen Kuchen von Rolf Dörr, der mit seiner Frau auch Kaffee anbot. So hatte die Wartezeit dann auch etwas Verlockendes.
In unserer Wegwerfgesellschaft gibt es doch noch einige, die ihre augenscheinlich kaputten Geräte nicht wegwerfen, sondern zur Reparatur bringen, das ist ganz im Sinne der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung, wofür sich Makerspace einsetzt.
Ein ehrenamtliches Team von Reparatur-Enthusiasten steht zur Seite, wenn Elektronik und Haushaltsgeräte in Augenschein genommen werden, aber alles nur in einer gut zu handelnden Größe, keine Waschmaschinen. Das ist kostenlos, aber man durfte gerne etwas in die bereitstehende Spendenbox werfen.
Das Repair-Cafe gibt es jetzt seit 4 Jahren und bekam vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages Fördergelder. Dieses haben sie in neue elektrische Prüfgeräte investiert. Sie fühlen sich verpflichtet, dieses Repair-Cafe durchzuführen und öffnen viermal im Jahr ihre Türen. Dieses war das letzte Mal in diesem Jahr bevor im Dezember die Weihnachtswerkstatt hier Einzug hält.
In diesem Jahr hatte das Makerspace 8. Geburtstag gefeiert und eine Girlande zeugt noch von den Feierlichkeiten. Werbung für das Repair-Cafe wird nicht großartig gemacht, denn durch die Mund-zu-Mund-Propaganda haben sie ziemlich großen Zulauf und die Wartezeiten für zu viele Hilfesuchende wäre zu lange. Manche Reparaturen dauern 30 Minuten, andere brauchen 1 Stunde und man will zufriedene Kundschaft. Sie tüfteln und recherchieren so lange bis sie den Fehler gefunden haben. Bei Dennis Bachtler wurde gerade ein Akku-Staubsauger in Augenschein genommen und bei Manfred Liepert ein Radioreciver, aber auch Kaffeemaschinen, Toaster, Haarfön, Saugroboter, Handys usw. waren im Sortiment.
Ihren Sonntag opferten die ehrenamtlichen Helfer Andrea Magin, Manfred Liepert, Dennis Bachtler, Tom Dörr und sein Vater Rolf Dörr, die wieder ein paar „Leben retteten“. (mel)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
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