Westbrücke wächst über Gleise: Bauarbeiten bis spät am Abend
- Die neue Westbrücke schwingt sich über die Gleise. Bis Sonnenuntergang wird gearbeitet.
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Ludwigshafen. An der neuen Westbrücke wird bis 21 Uhr gehämmert und montiert. Denn das Projekt soll im Zeitplan bleiben. Das Bauwerk wächst derzeit über stillgelegte Rangiergleise, die mit dem Umbau City West noch zurück gebaut werden.
Die neue Westbrücke ist inzwischen fast vollständig über die längst stillgelegten Gleise geführt worden sowie über die nach Mainz, Speyer, Neustadt und Kaiserslautern, die noch genutzt werden. Der alte, inzwischen ungenutzte Güterbahnhof wird noch zurück gebaut, damit die Fläche wieder für Umnutzungen frei wird. Laut Rahmenplan City West soll dort die komplizierte Grünachse verlaufen, die Radler und Fußgänger aus den vier an den Park angrenzenden Stadtteilen zum Bahnhof bringt. Vorplatz und Bahnhof sollen damit aus ihrer verwaisten Lage geholt werden, um dort Hotels, Geschäfte und Plätze besser zu frequentieren. Die Grünachse, die mitten durch ein Mini-Wäldchen führen wird, verläuft unter der Rampe zur neuen Westbrücke hindurch.
Seit Anfang Mai hob ein Mega-Raupenkran, einer der größten seiner Art in Europa, dort Stahlteile ein. Im mittleren Teil der Brücke wurden die Hohlkästen aus Stahl eingesetzt.
Die neue Westbrücke soll künftig auf einer Länge von 445 Metern den Verkehr über das nördliche Gleisfeld des Hauptbahnhofs führen. Sie verbindet die Autobahn A650 mit der geplanten Helmut-Kohl-Allee. Die Rampe wird von der heutigen Passadenaallee über die Kreuzung mit der Lorientallee und Teile des Bahnhofsplatzes auf die neue Brücke führen.
Der Baupreisindex veranlasst Baufirmen, Bauprojekte fristgerecht abzuschließen, wie auch die BPG im Fall der Hochstraßenprojekte. Denn auf Basis aktueller Baupreise ergeben sich für Westbrücke und Kohl-Allee niedrigere Kosten als in dem Fall, dass derzeitige und künftige Preissteigerungen mit eingerechnet werden. Der Baupreisindex, der Preissteigerungen von Jahr zu Jahr ausweist, ist im Brückenbau seit Beginn des Projekts von 5,8 auf 5,6 Prozent gesunken. Beim Straßenbau liegt er derzeit bei 3,7 Prozent. Diese inflationären Teuerungen sind bereits in die Förderzusage von Land und Bund eingepreist – genauso wie Risiken aufgrund von Unwägbarkeiten wie dem Fund der Benckiserfabrik und Straße im Baufeld der Westbrücke. Dennoch sind Kosten seitens der BPG zu vermeiden, auch im Sinne der Stadt, die 20 Prozent davon trägt. Dauert das Projekt wesentlich länger und wird wesentlich teurer, weil die BPG Fehler macht, müssen Fördermittel mit Bund und Land erneut verhandelt werden.
Daher wird weiterhin bis in die späten Abendstunden und an Samstagen gearbeitet. Baufirmen müssen ihre Aufträge zudem fristgerecht beenden. Die Hochstraße Süd wird im Juli teils und im August komplett freigegeben, die Kohl-Allee 2031. jg
- Auch die Pfeiler für die Rampe zur Kohl-Allee stehen bereits
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Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |
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