Stadtrat stimmt Stadtentwicklungskonzept im Ortskern Rheingönheims zu
- Der Ortskern von Rheingönheim wird aufgewertet.
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Ludwigshafen. Der Stadtrat stimmte am 27. April dem ersten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) für den Ortskern Rheingönheims zu, das auch ein Maßnahmenpaket enthält. Die Umsetzung wird aus dem Förderprogramm Sozialer Zusammenhalt finanziert.
Damit rückt die Erneuerung des Ortskerns näher, auch wenn noch eine wichtige Zustimmung fehlt. Erst wenn die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) zustimmt, kann die Stadt Fördermittel beantragen und die Pläne umsetzen.
"Der Ortskern von Rheingönheim soll moderner werden, um die Lebens- und Aufenthaltsqualität zu verbessern. Wo Handlungsbedarf ist, haben wir in den vergangenen Monaten gemeinsam mit Fachplaner*innen, Bürger*innen und auch politischen Vertretern untersucht. Mit der Zustimmung des Stadtrats ist es uns nun möglich, Fördermittel für die Sanierung des Ortskerns zu beantragen, damit wir die Maßnahmen in den kommenden Jahren umsetzen können. Dem muss aber noch die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) zustimmen", so Bau- und Umweltdezernent Alexander Thewalt.
Dennoch können ab Mai erste Beratungsgespräche mit Eigentümer*innen starten, die ihre Gebäude modernisieren wollen und damit von Fördermitteln profitieren. Die Stadt will dazu zeitnah ein Infoblatt zum Sanierungsrecht und zu Fördermöglichkeiten verschicken.
Für die nächsten zwei bis drei Jahre sind neben privaten Modernisierungsmaßnahmen weitere quartiersaufwertende Maßnahmen geplant. Anhand von Studien für Verkehrsberuhigung und Begrünung wird ermittelt, wie sich der Caroliplatz aufwerten ließe. Daneben soll ein Quartiersmanagement bereitgestellt werden, dass zu architektonischen Fragen berät.
Auch das Gemeindehaus steht im Fokus der Quartiersaufwertung. Die Planung soll europaweit ausgeschrieben und an ein Architekturbüro vergeben werden. Der eigentliche Umbau ist ab 2028 vorgesehen.
Der Weg dahin läuft bereits seit Jahren. Schon im Juli 2022 hatte der Stadtrat die Bewerbung für die Städtebauförderung gebilligt, und seit Juni 2023 liegt die Zusage des Landes für das Förderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ vor. Das Förderprogramm eröffnet viele Möglichkeiten, weil es bauliche, klimaangepasste Maßnahmen unterstützt. Mit der Erstellung des ISEK wurde ein externe Planungsgruppe aus Dortmund beauftragt.
Aufgrund der festgestellten städtebaulichen Missstände ist außerdem die Ausweisung eines Sanierungsgebiets vorgesehen, das im Stadtentwicklungsgebiet liegt. Es umfasst den alten Ortskern als zentralen historischen Wohnbereich beiderseits der Hauptstraße. Dort wurden nach Ortsbegehung, Fachgesprächen, Bürgerdialog sowie auf Basis vorhandener Pläne wurde Modernisierungsbedarf, fehlendes Grün, Mängel der Stadtgestalt, Leerstand sowie Trading-down-Effekte durch unerwünschte Nutzungen und Vernachlässigung festgestellt. Entsprechend wird die Stadt bei privaten Maßnahmen der Sanierung beraten.
Die Stadt plant auch weiterhin breitangelegte Bürgerbeteiligungen. Zudem werden Verwaltung und Ortsbeirat in die Arbeit einbezogen. jg/red
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |
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