Richtfest in Mosaikschule: Lernort für Kinder mit Behinderung im Ausbau
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Ludwigshafen. Ein Richtkranz schwebt im Wind, gespannte Blicke richten sich nach oben – für die Mosaikschule in der Karl-Lochner-Straße im Ludwigshafener Stadtteil Oggersheim wird der Freitag, der 13., zum Glückstag.
„Der Neubau dieser Schule stellt viel mehr dar als nur eine Erweiterung der Räumlichkeiten“, erklärte Bildungsstaatssekretärin Bettina Brück. Vielmehr entstehe ein Ort, der nicht nur gutes Lernen und Entwicklung fördere, sondern auch Geborgenheit biete. Kinder mit Behinderungen benötigten besonders vielfältige und individuelle Förderung – genau diese Möglichkeiten würden die neuen Räume künftig eröffnen.
Insgesamt kostet die Erweiterung des Schulbaus mehr als 11,6 Millionen Euro. Das Land Rheinland-Pfalz trägt mit 6,5 Millionen Euro aus dem Schulbauprogramm einen erheblichen Anteil. Die Förderung ist bereits im vergangenen Jahr angelaufen. Brück unterstreicht dabei die grundsätzliche Bedeutung moderner Lernumgebungen: „Modernes Lernen geht nicht in Räumen von gestern. Gut lernen kann man nur an Orten, an denen sich Kinder wohlfühlen.“ Mit der Anfang 2024 modernisierten Schulbaurichtlinie und erhöhten Kostenrichtwerten für Förderschulen wolle das Land gezielt bessere Bedingungen schaffen – die Mosaikschule sei ein sichtbares Beispiel dafür.
Die Bauarbeiten erfolgen in mehreren Schritten: Das Bestandsgebäude wird umgebaut, ein zweigeschossiger Erweiterungsbau entsteht, zusätzlich wird ein weiterer Pavillon errichtet. Ein bereits vorhandener Pavillon wird versetzt und weiterhin genutzt. Damit reagiert die Stadt auf die in den vergangenen Jahren deutlich gestiegene Zahl an Schülerinnen und Schülern.
Schulleiterin Sabine Emunds beschreibt die Auswirkungen mit spürbarer Erleichterung: „Motorische Förderung erfordert ausreichend Platz für Bewegungserfahrungen.“ Die neuen Räume würden den Kindern künftig mehr Möglichkeiten eröffnen, gemeinsam zu lernen – im wahrsten Sinne des Wortes.
Auch David Guthier, Vorsitzender des Zweckverbands und Dezernent für Soziales und Integration der Stadt Ludwigshafen, erklärte: „Mit dem Erweiterungsbau ist für die seit Jahren angespannte räumliche Situation an der Mosaikschule voraussichtlich ab Mitte des kommenden Schuljahres Entspannung in Sicht. Mein ausdrücklicher Dank gilt dem Land und dem Bildungsministerium für die konstruktiven Gespräche im Sommer letzten Jahres und das Entgegenkommen bei der Förderhöhe. Damit wird auch den besonderen baulichen Anforderungen für eine Förderschule mit Schwerpunkt motorische Entwicklung und der besonderen Bedeutung der Mosaikschule für die gesamte Region Rechnung getragen.“ jg/red
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |
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