Forschungsprojekt in Ludwigshafen testet Bäume für enge Stadtlagen
- Ludwigshafen ist für viele ein Mix aus Industrie und Natur. (Symbolbild)
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Ludwigshafen. Mehr Schatten und kühlere Straßen gelten als wichtiger Baustein gegen Hitze in Städten. In Ludwigshafen startet dazu ein Forschungsprojekt, das zeigen soll, welche Baumarten auch auf schwierigen innerstädtischen Flächen wachsen können.
Die Stadt beteiligt sich an einer bundesweiten Versuchsreihe der Fachhochschule Erfurt. Untersucht wird, wie sich Bäume in dicht bebauten Quartieren entwickeln und welche Arten mit wenig Platz und belasteten Böden zurechtkommen. Im Fokus stehen schnell wachsende Bäume mit begrenzter Lebensdauer. Sie könnten helfen, auch enge Straßenräume zu begrünen und so für mehr Schatten und bessere Aufenthaltsqualität zu sorgen.
Grün gegen Hitze in der Stadt
Gerade in Städten haben Bäume oft schlechte Bedingungen. Versiegelte Flächen lassen kaum Wasser in den Boden. Unterirdische Leitungen begrenzen den Raum für Wurzeln. Trotzdem spielen Bäume eine zentrale Rolle bei der Anpassung an den Klimawandel. In Ludwigshafen wurden für das Projekt 28 Bäume an mehreren Standorten gepflanzt. Dazu gehören unter anderem Birkenpappeln, Zürgelbäume, Flatterulmen und Blauglockenbäume. Gepflanzt wurde bewusst ohne zusätzliche Bodenverbesserung. So sollen möglichst realistische Ergebnisse entstehen.
Bäume im Langzeit-Test
Die Untersuchung ist auf einen Zeitraum von zehn bis 20 Jahren angelegt. Fachleute messen jedes Jahr Höhe und Stammumfang der Bäume. Während der Vegetationsperioden beobachten sie außerdem die Vitalität der Pflanzen. Die Bäume werden regelmäßig bewässert. Gedüngt wird jedoch nicht. Ziel ist es herauszufinden, welche Arten auch unter schwierigen Bedingungen wachsen und damit neue Möglichkeiten für mehr Grün in dicht bebauten Stadtvierteln bieten.
Ein zentrales Problem bleibt der begrenzte Platz für Wurzeln. Häufig entspricht der verfügbare Raum nicht den empfohlenen Standards. Stoßen Wurzeln an Grenzen, wachsen sie oft unter Gehwege oder Straßen und verursachen Schäden. Die Studie soll deshalb zeigen, welche Baumarten mit solchen Bedingungen besser zurechtkommen und wie sich problematische Standorte künftig sinnvoll begrünen lassen. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |