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Nuri-Kinder ringen beim Gedächtnis-Turnier
- Said Qasim Nuri ringt mit Konkurrenz aus Lahr
- Foto: Brigitte Melder
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Ludwigshafen/Böhl-Iggelheim. Am 16. Mai richtete der ASV 1892 Ludwigshafen in der Sporthalle des Carl-Bosch-Gymnasiums (Jägerstraße 9) das 18. Paul Klein- und 2. Heiner-Langknecht-Gedächtnisturnier aus. Aus sage und schreibe 22 Vereinen waren heute 230 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nebst Trainern, Begleitpersonen, Familienangehörigen und Zuschauern in der Halle und es war ein Meer aus Menschen in der Halle. Die Ringerinnen und Ringer kamen aus dem teilnehmergrößten VfK 07 Schifferstadt, TSG Haßloch, LG Lahr, SRC Viernheim, Speyer, VfL Bad Kreuznach, AV 23 Pirmasens, Ludwigshafen, Hüttigweiler, RSV Karkaz, ASV, Pirmasens, Ketsch, Worms, KSV Malsch, ASV Bruchsal, AC Thaleischweiler, RSV Olympia Neustadt, 1. RSV Kaiserslautern, RSC Pirmasens Fehrbach, AC Gutach Bleibach und Alemania Nackenheim Laudenbach. Die beiden auswertenden Helfer hatten also jede Menge zu tun, die Ergebnisse in ihre Listen zu übertragen. Und es konnten heute sogar nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden, da es zu viele waren. Es zählen Technik, Punkte und der Schultersieg. Der erste Besuch bei einem Ringer-Wettbewerb tat schon beim Zusehen weh, wenn man in die schmerzverzerrten oder auch kämpferischen Gesichter der Athleten sah. Auf den drei großen runden Matten wurde sich nichts geschenkt. Neben Freundschaftskämpfen war der Freistil im Poolsystem von U10 bis U17 vertreten.
Die vier Kinder von Familienoberhaupt Farid Nuri hatten heute alle Wettkämpfe von der jüngsten Tina Anuscha (9 Jahre) über Said Qasim (13 Jahre) bis hin zu den Zwillingen Bifora und Said Mobin (17 Jahre). Sie kommen aus Böhl-Iggelheim und wollten beim Wettkampf ihr Können unter Beweis stellen. Etwas verspätet begann es mit Tina Anuschas erstem von vier Wettkämpfen und in diesem ersten musste sie eine Niederlage verkraften. Aber das war ja erstmal das Warm-up. Ihr Schwester Bifora hatte heute keine Gegnerin und gewann somit den Wettkampf in ihrer Altersklasse ohne sich anzustrengen. Als nächstes war Said Qasim bei den U14 dran und musste insgesamt 5 Gegner bezwingen. Said Mobin (U18) hatte sogar 8 Gegner „aufs Kreuz zu legen“. Anfeuerungsrufe durch Trainer und Familienmitglieder bei vehementer Gegenwehr, um nicht auf dem Rücken zu landen machten es zu spannenden Wettbewerben. Mit allen Körperteilen und Mitteln wurde gekämpft. Jeder Einsatz ist auf 4 Minuten begrenzt, das heißt 2 Kampf-Minuten, dann 30 Sekunden Pause und dann nochmals 2 Minuten, es sei denn, man gewinnt bereits in den ersten beiden Minuten, dann ist der Kampf vorbei. Fairness wird Groß geschrieben und, egal ob Sieg oder Niederlage, wird jeweils die Hand des Gegners geschüttelt. Das Team beim VfK 07 Schifferstadt hielt zusammen, wedelte sich Luft zu oder man gab sich gegenseitig Ratschläge. Es sind kräftezehrende Minuten, die den jungen Althletinnen und Athleten abverlangt werden, aber es ist doch ein schönes Gefühl, wenn man mit Stolz geschwellter Brust von der Matte geht. Am Ende des Tages belegte Bifora Platz 1, Mobin mit 8 Gegnern Platz 2, Tina Platz 3 und Quasim mit 8 Gegnern Platz 4 und ein stolzer Papa fuhr seine vier Schützlinge wieder gen Böhl-Iggelheim.
Vater Farid Nuri (39 Jahre) war als mentaler Coach dabei, tröstete bei Niederlagen und freute sich über Erfolge. Er hatte in seiner alten Heimat Afghanistan sportlich viel Erfolg, war sogar im Besitz vom Schwarzen Dan in Karate und errang etliche Titel als Asienmeister, dazu gehören Länder wie Iran, Pakistan, Indien und Tadschikistan. Auch Ringen war eine Leidenschaft von ihm, die beim Nachwuchs zum Tragen kommt. Einen Titel nach dem anderen räumten sie in der Vergangenheit ab. Trainiert wird beim VfK 07 Schifferstadt, die beiden Jüngeren unter dem Trainer Dominik Schmidt und die Zwillinge unter Erol Bayram. (mel)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
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