Azubis verwöhnen Gäste der Suppenküche
- Die Gastronomie-Azubis haben nicht nur selbst das Menü geplant und gekocht – auch das Servieren machte ihnen viel Spaß.
- Foto: Prot. Dekanat LU/Wagner
- hochgeladen von Yvette Wagner
Schicke Frisuren, volle Teller, glückliche Gesichter: Es ist immer ein außergewöhnlicher Tag, wenn Schülerinnen und Schüler der Berufsbildenden Schule Technik 2 in die Suppenküche an der Apostelkirche kommen. Am Donnerstag, 16. April, haben sie Schere und Fön sowie ein üppiges pfälzisch-bayrisches Frühlingsbüfett mitgebracht.
Im improvisierten Friseursalon herrschte drei Stunden lang reger Betrieb, meist waren Haarschnitte gewünscht. Die zwölf Auszubildenden im zweiten Lehrjahr zauberten den Kundinnen und Kunden nicht nur neue Frisuren, sondern auch ein Lächeln auf die Lippen. Spaß hatten auch die jungen Menschen selbst. Alina schwärmte, wie freundlich und dankbar sich die Gäste zeigen. "Das ist die Bestätigung, dass wir unsere Arbeit gut gemacht haben", sagt sie. "Das tut gut", ergänzte Lena. Andreea meinte einfach nur: "Ich liebe es hier."
Eine Etage höher brachten künftige Köchinnen und Köche ihre Wertschätzung für die Suppenküchen-Gäste anders zum Ausdruck. „Essen ist eine Form der Zuneigung“, erklärte Tolga und versicherte: „Diese Speisen sind mit Liebe gemacht.“ Für Emily ist das Projekt eine neue Erfahrung, sie lobte die schöne Stimmung im Gemeindesaal. "Jeder freut sich: wir und die Gäste."
Die 15 Gastronomie-Azubis – ebenfalls im zweiten Lehrjahr – haben das Menü selbst geplant und gekocht. In der Suppenküche durften sie die Speisen auch selbst servieren, darunter Markklößchensuppe, Saibling auf Spargelsalat, Rinderbraten, Käsespätzle, Gemüse, Bayrische Creme und Bienenstich.
Pfarrerin Kerstin Bartels dankte den Auszubildenden, Lehrkräften und der Schulleitung, dass sie sich Jahr für Jahr auf das Projekt einlassen. Für Birgit Langer hatte die Pfarrerin eine Überraschung. Die Lehrerin hatte das Projekt mitbegründet, jetzt wechselt sie in den Ruhestand. Für ihre Verdienste überreichte ihr Kerstin Bartels eine besondere Auszeichnung, die es wohl nur in der Suppenküche gibt: den Suppenlöffel am roten Bande.
Genauso wichtig wie das Engagement der Berufsbildenden Schule sind die Sponsoren, die das Projekt durch Lebensmittel und Geldspenden ermöglichen, darunter die BASF-Gastronomie, das Gartenhotel Heuser in Bad Dürkheim, der Domhof Speyer, der Ketschauer Hof in Deidesheim, die AOK Eisenberg, Foonax Speyer, der Spargelhof Eberhard in Weisenheim am Sand und Wasgau C+C Neustadt.
Autor:Yvette Wagner aus Ludwigshafen |
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