Pfälzer Dokumentation in der Südpfalz zu sehen
Germersheim / Weingarten - Open Air-Kino "Hiwwe wie driwwe"

Wie kam der pfälzische Dialekt nach Amerika? Diese und andere Fragen beleuchtet die spannende Dokumentation "Hiwwe wie Driwwe".
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Germersheim / Weingarten/Bad Bergzabern. Ein Film über den Pfälzer Dialekt in Amerika geht auf Open-Air Kinotour durch die Pfalz und die Kurpfalz. In Germersheim ist der Film im Hufeisen, An Fronte Beckers, am Freitag, 6. September, um 20 Uhr zu sehen. In Weingarten (Pfalz) am Freitag, 30. August, um 19.30 Uhr in der Arena Weingarten, Zum Sportplatz 6, und im Schloss-Innenhof Bad Bergzabern am Samstag, 31. August, um 19.30 Uhr, Königstraße 61. 

Zwei Pfälzer haben sie gesucht und gefunden – die Verwandtschaft in Amerika. 400.000 Menschen leben dort und sprechen nicht nur eine alte Form des Pfälzischen Dialekts, Pennsylvania (PA) Dutch, sondern gehen auch anderen pfälzischen Gewohnheiten nach: wie Saumagen essen oder Elwetritsche jagen. Einer von ihnen ist der in Pennsylvania geborene Autor und Musiker Douglas „Doug“ Madenford. Er erkundet im Film Traditionen der pfälzischen Kultur “hiwwe wie driwwe”, hier in Deutschland und drüben in den USA.
Der Film begleitet Douglas Madenford bei einer Spurensuche durch seine amerikanische Heimat und durch die Pfalz. Auf dieser Reise trifft er in Amerika einen Koch, der Saumagen zubereitet, oder einen Lehrer, der PA-Dutch unterrichtet. In Deutschland begegnet er dem Sprachwissenschaftler Dr. Michael Werner, der sich seit vielen Jahren intensiv mit PA-Dutch beschäftigt und auf Christian „Chako“ Habekost, der als Pfälzer Comedian auch über die Grenzen des Pfälzer Sprachraums bekannt ist.

Produzent und Regisseur Benjamin Wagener: „Als ich das erste Mal davon gelesen hatte, dass in Amerika Menschen unseren Heimatdialekt sprechen, konnte ich es kaum glauben. Ich wollte mehr wissen und nach vielen Recherchen stellte ich fest, dass es dazu auch noch keinen Film gibt. Das mussten wir ändern.“
Vor rund 300 Jahren flüchteten viele Pfälzer sowohl vor politischer Verfolgung als auch aus wirtschaftlichen Gründen in die USA und siedelten sich hauptsächlich in und um Pennsylvania an. Dabei brachten sie auch ihre Sprache und Kultur mit in die „Neue Welt“. Beides hat sich in weiten Teilen bis heute erhalten.

Der Dokumentarfilm ist eine Spurensuche nach der pfälzischen Sprache und Kultur – in Deutschland und Amerika. Weitere Infos gibt es auf  www.hiwwewiedriwwe.com. Karten gibt es jeweils an der Abendkasse. ps

Wie kam der pfälzische Dialekt nach Amerika? Diese und andere Fragen beleuchtet die spannende Dokumentation "Hiwwe wie Driwwe".
Autor:

Julia Lutz aus Germersheim

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