Verkehrsunfälle 2025: Weniger Crashs, mehr Schwerverletzte
- Die Polizeiinspektion Lauterecken hat ihre Unfallstatistik für 2025 vorgelegt. Zwar sank die Zahl der Unfälle, doch schwere Motorradunfälle und Wildunfälle bleiben ein zentrales Problem.
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Lauterecken. Am Freitag, 17. April, stellte die Polizeiinspektion Lauterecken ihre Verkehrsunfallbilanz für das Jahr 2025 vor. Die Gesamtzahl der registrierten Unfälle sank im Vergleich zum Vorjahr um 9,9 Prozent auf 828. Auffällig bleibt der hohe Anteil von Wildunfällen: Mit 44,8 Prozent machen Zusammenstöße mit Tieren nahezu die Hälfte aller Fälle im Dienstgebiet aus.
Zwei Menschen kamen 2025 bei Verkehrsunfällen ums Leben. In beiden Fällen handelte es sich um Motorradunfälle. Hauptursache war eine nicht angepasste Geschwindigkeit, wie die Polizeiinspektion Lauterecken berichtet. Insgesamt stieg die Zahl der Unfälle mit motorisierten Zweirädern deutlich an: plus sieben Fälle auf insgesamt 18 Unfälle, ein Zuwachs von 63,6 Prozent. Auch die Zahl der Schwerverletzten nahm zu. 16 Menschen wurden schwer verletzt, fünf mehr als 2024. Leicht zugenommen haben zudem Unfälle mit Leichtverletzten sowie die Gesamtzahl der leicht verletzten Personen.
Als häufigste Ursachen beobachtete die Polizei weiterhin Fehler beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren. Es folgen Unfälle durch nicht angepasste Geschwindigkeit und zu geringen Sicherheitsabstand. Die Zahl der Unfälle mit jungen Fahrern blieb nahezu konstant. Positiv bewertet die Polizei den Rückgang bei Unfällen mit Senioren ab 65 Jahren um 10,7 Prozent auf 159 Fälle. Leicht gestiegen ist hingegen die Zahl der Unfälle unter Alkohol- oder Drogeneinfluss auf sieben. Die Polizei kündigte an, ihre Präventions- und Kontrollmaßnahmen fortzusetzen und die Zusammenarbeit mit Kommunen, Straßenverkehrsbehörden, dem Landesbetrieb Mobilität und der Jägerschaft weiter zu intensivieren.
Autor:Anja Stemler aus Kusel-Altenglan |