Zirkuskünstler Hugo Schmitt wurde 1904 in Bann geboren
- Hugo Schmitt
- Foto: Familienalbum der Familie Schmitt
- hochgeladen von Frank Schäfer
Von Richard Roschel
Bann. Bann war über Jahrhunderte hinweg ein Dorf das handwerklich und vor allem durch die Land- und Forstwirtschaft geprägt war. So ziemlich alle Gewerke waren vertreten und fast in jedem Haus wurden Kühe, Schweine, Schafe, Ziegen und Geflügel zur Eigenversorgung gehalten. Pferde und Ochsen waren die Arbeitstiere auf den Äckern und Wiesen sowie bei der schweren Waldarbeit.
Besonders mit Pferden konnten die Bännjer Vorfahren schon immer gut umgehen und waren exzellente Kenner der ,,Vierhufer“. Wie aber kommt gerade ein gebürtiger Bännjer zum Ruhm eines weltberühmten Elefantentrainers und Dresseurs? Hugo Schmitt, geboren am 19. Juli 1904 in Bann in der Kirchwiesstraße, zog es als gerade mal sechzehnjährigen Bub sehr früh zum Zirkus Hagenbeck nach Hamburg-Stellingen und verlor dort wohl sein Herz an die mächtigen Dickhäuter und Rüsseltiere. Nach dem II. Weltkrieg führte sein Weg dann über die Zwischenstation Malmö/Schweden über den großen Teich nach Amerika, wo er beim damals bekanntesten Zirkus seiner Zeit ,,Ringling Brothers and Barnum & Bailey Circus“ eine Anstellung als Chef-Elefantentrainer fand. In der Zeit seines dortigen bis ins Jahr 1971 währenden Wirkens, stieg Hugo Schmitt zum absoluten Weltstar unter den Elefantenlehrmeistern und Dompteuren auf. Zudem schrieb er weltweite Zirkusgeschichte, da er auf einer Tournee eine sage und schreibe 55 starke Elefantenherde in einer einzigen Zirkusvorstellung in der Manege präsentierte. Mit dieser sensationellen Darbietung schaffte er es gar zum Eintrag ins ,,Guinness Buch der Rekorde“. Auch einer seiner vier Söhnen, Roman, trat beruflich in die gleichen Fußstapfen seines berühmten Vaters und erlangte ebenfalls in zahlreichen Shows und Fernsehevents Weltruhm. Leider verstarb Roman im Mai 2001 im Alter von nur 49 Jahren. Hugo Schmitt starb am 9. August 1977 in Sarasota/Florida und ist auch dort beigesetzt. Mit der Google-Sucheingabe ,,Hugo Schmitt Elefantentrainer“ kann man auf Wikipedia mehr über den Werdegang eines großen gebürtigen Bännjer Bürgers erfahren. Zu dieser grandiosen Novelle wird der ortsansässige Geschichtskenner Dr. Karl Wilhelm, im kommenden Jahr einen Informationsabend mit Bildvortrag einladen.
Autor:Frank Schäfer aus Pirmasens |