Nach Tehrani-Austritt: FWG stärkt Bretscher – Bürgermeisterwahl 2026 wird zum direkten Duell
- Das Landstuhler Rathaus: Sitz der Stadtverwaltung und zentraler Ort politischer Entscheidungen.
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Nach dem überraschenden Parteiaustritt von Nader Samadi Tehrani gibt die FWG ihre Unterstützung für CDU-Kandidat Christopher Bretscher bekannt. In Landstuhl deutet sich für 2026 ein spannendes Bürgermeister-Duell an.
Von Erik Stegner
Landstuhl. Kurz nach der überraschenden Kandidatur von Nader Samadi Tehrani stellt sich die FWG bei der Bürgermeisterwahl 2026 hinter den CDU-Bewerber Christopher Bretscher. Die Wählergruppe verzichtet auf einen eigenen Kandidaten. Damit läuft alles auf einen direkten Zweikampf um das Bürgermeisteramt hinaus.
FWG stellt sich hinter CDU-Kandidaten
Die Freie Wähler Gruppe Verbandsgemeinde Landstuhl (FWG) unterstützt bei der Bürgermeisterwahl 2026 in der Verbandsgemeinde Landstuhl den CDU-Kandidaten Christopher Bretscher und verzichtet auf einen eigenen Bewerber. Das teilten Vorstand und Fraktion in einer Pressemitteilung mit. Man sehe in Bretscher einen „kompetenten, erfahrenen und über Parteigrenzen hinweg geschätzten Kandidaten“, erklären FWG-Vorsitzender Uwe Unnold, die Erste Beigeordnete Nicole Meier und die Fraktionsvorsitzende Inge Schmalenberger.
Unabhängige Kandidatur bringt Bewegung in den Wahlkampf
Die Entscheidung folgt unmittelbar auf die überraschende Kandidatur von Hauptstuhls Ortsbürgermeister und ehemaligen CDU-Politiker Nader Samadi Tehrani. Der 47-Jährige hatte am 16. November seinen Austritt aus der CDU erklärt und angekündigt, als unabhängiger Bewerber antreten zu wollen. Bis dahin galt die Nominierung von Bretscher durch die Unionsbasis als reine Formalie. Tehrani entschied sich daraufhin für einen eigenen Weg. Die Entwicklung gilt als entscheidender Wendepunkt im Vorfeld der Bürgermeisterwahl 2026.
- Nader Samadi Tehrani will 2026 als unabhängiger Kandidat für das Amt des Verbandsbürgermeisters antreten.
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131 Stimmen und stehende Ovationen bei CDU-Nominierung
Am 17. November wurde der 38-jährige Diplom-Verwaltungsbetriebswirt Christopher Bretscher in Bann mit 131 Ja-Stimmen, einer Enthaltung und einer Gegenstimme offiziell nominiert. Die Versammlung endete mit Standing Ovations und der symbolischen Übergabe eines FCK-Trikots mit der Nummer 27 – dem möglichen Amtsantrittsjahr. Bretscher erhielt zudem Rückendeckung von Vertretern aus Kommunal- und Landespolitik (wir berichteten).
Erfahrung gegen Unabhängigkeit
Bretscher kündigte an, mit Verwaltungserfahrung, Zusammenarbeit und Verlässlichkeit führen zu wollen. Er steht seit vielen Jahren an der Spitze der Finanzabteilung der Verbandsgemeindeverwaltung.
Tehrani setzt auf Eigenständigkeit und Bürgernähe. Als Ortsbürgermeister von Hauptstuhl und langjähriger Berufsoffizier der Luftwaffe im Dienstgrad eines Oberstleutnants verfügt er über Führungserfahrung – auch außerhalb politischer Strukturen. Er verweist auf seine regionale Verwurzelung und betont, Verantwortung frei von parteipolitischen Zwängen übernehmen zu wollen. Seine Schwerpunkte sieht er in Zuhören, Pragmatismus und der Stärkung des Ehrenamts. Er sieht in seiner Kandidatur eine Chance, neue Impulse in die kommunale Politik der Verbandsgemeinde Landstuhl einzubringen.
- Beifall nach der Entscheidung – der Moment markiert einen wichtigen Schritt im Rennen um das Bürgermeisteramt 2026.
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Wahl 2026 steuert auf ein Duell zu
Mit der Unterstützung der FWG spricht vieles dafür, dass die Bürgermeisterwahl 2026 in Landstuhl zu einem direkten Zweikampf zwischen Bretscher und Tehrani wird. Die Amtszeit des derzeitigen Verbandsbürgermeisters Dr. Peter Degenhardt endet im Sommer 2027.
Politischer Hintergrund
Der Verbandsgemeinderat Landstuhl setzt sich seit der Kommunalwahl 2024 wie folgt zusammen: CDU 15 Sitze, FWG 13 Sitze, SPD 7 Sitze und FDP 1 Sitz. Weitere Parteien oder sonstige Listen sind derzeit nicht vertreten. Insgesamt gehören dem Rat 36 ehrenamtliche Mitglieder an, hinzu kommt der hauptamtliche Bürgermeister als Vorsitzender. (Quelle: Verbandsgemeinde Landstuhl). Die CDU ist damit stärkste Kraft, gefolgt von der FWG, die durch ihre Stärke eine zentrale Rolle bei Mehrheitsbildungen einnimmt. SPD und FDP verfügen über deutlich weniger Mandate; Parteien wie AfD oder Die Linke sind im Rat aktuell nicht vertreten.
Autor:Erik Stegner aus Landstuhl |
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