Nach Großbrand: 35-Millionen-Neubau in Landstuhl gestartet
- So soll die neue Großwäscherei von Elis in Landstuhl aussehen. Der Neubau entsteht nach dem Großbrand von Dezember 2024 und soll Anfang 2027 in Betrieb gehen.
- Foto: Elis-Groupe
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Ein Projekt mit Signalwirkung: Warum dieser Neubau von Elis weit über Landstuhl hinaus Bedeutung hat.
Von Erik Stegner
Landstuhl. Rund 15 Monate nach dem verheerenden Großbrand startet der Wiederaufbau: Der Textil- und Hygienedienstleister Elis hat am Donnerstag, 19. März, den Spatenstich für seine neue Großwäscherei in Landstuhl gesetzt. Auf dem erweiterten Gelände entsteht bis Anfang 2027 eine hochmoderne Produktionsanlage – größer, effizienter und mit zusätzlichen Arbeitsplätzen.
- Flammen über dem Elis-Standort in Landstuhl: Der Großbrand im Dezember 2024 zerstörte weite Teile der Produktion.
- Foto: Chapuls-Roux
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35 Millionen Euro – deutlich mehr Kapazität als zuvor
Elis investiert rund 35 Millionen Euro in den Neubau. Die neue Anlage umfasst etwa 10.000 Quadratmeter Produktionsfläche, das Gesamtgelände wächst durch den Zukauf eines Nachbargrundstücks auf rund 25.800 Quadratmeter. Die Dimensionen sind deutlich größer als vor dem Brand: Künftig sollen wöchentlich rund 150.000 Teile Berufsbekleidung, 200 Tonnen Flachwäsche und 250.000 Teile Bewohnerwäsche verarbeitet werden.
Nachhaltiger Neubau mit moderner Technik
Auch beim Thema Energie setzt Elis neue Maßstäbe: Auf dem Dach der Produktionshalle ist eine Photovoltaikanlage geplant, die künftig einen Teil des Strombedarfs deckt. Den Neubau übernimmt GSE Deutschland. Das Unternehmen steuert sowohl den Rückbau der Brandruine als auch Planung und schlüsselfertige Errichtung.
- Luftaufnahme einen Tag nach dem Großbrand: Das Ausmaß der Zerstörung am Elis-Standort in Landstuhl wird deutlich.
- Foto: VG Landstuhl
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400 Jobs bleiben – bis zu 40 neue Stellen entstehen
Für die Region besonders wichtig: Rund 400 Arbeitsplätze bleiben am Standort erhalten. Zusätzlich sind bis zu 40 neue Stellen geplant. Alle Mitarbeiter, die nach dem Brand vorübergehend an andere Standorte verlagert wurden, sollen nach der Fertigstellung zurückkehren. Bis dahin läuft der Betrieb über eine Übergangslösung in Kaiserslautern sowie weitere Standorte im Elis-Netzwerk.
Stadt ebnet den Weg für den Wiederaufbau
Entscheidend für den Verbleib in Landstuhl war die Unterstützung der Stadt. Durch die Bereitstellung eines angrenzenden Grundstücks wurde die Erweiterung erst möglich. Bürgermeister Mattia De Fazio spricht von einem wichtigen Signal für den Standort. Auch Elis-Manager Christopher Beyer betont die Zusammenarbeit: „Elis Landstuhl wird künftig zu den modernsten Produktionsstandorten der Gruppe gehören.“ Beim Spatenstich waren unter anderem Landrat Ralf Leßmeister, Verbandsbürgermeister Dr. Peter Degenhardt und der Landtagsabgeordnete Marcus Klein vor Ort.
- Blick in den Übergangsstandort in Kaiserslautern: Hier wird die Wäsche seit dem Großbrand in Landstuhl verarbeitet.
- Foto: Elis-Groupe
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Vom Brand zur Zukunft
Im Dezember 2024 war die Produktion durch einen Großbrand weitgehend zerstört worden. Nur wenige Wochen später organisierte Elis eine Übergangslösung in Kaiserslautern, um die Versorgung der Kunden sicherzustellen. Mit dem Neubau endet diese Phase. Die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2027 geplant.
- Spatenstich für den Neubau: Vertreter von Elis, Politik und Projektpartnern geben in Landstuhl den Startschuss für die neue Großwäscherei.
- Foto: Elis-Groupe
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Starkes Bekenntnis zum Standort
Elis gehört zu den weltweit führenden Anbietern für Textil- und Hygienedienstleistungen und betreut mehr als 400.000 Kunden. Mit dem Wiederaufbau in Landstuhl setzt das Unternehmen ein klares Zeichen: Der Standort bleibt – und wird stärker als zuvor.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Autor:Erik Stegner aus Landstuhl |
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