Burgspieler feiern Premiere von „Die Zauberflöte“
Mozart auf Burg Nanstein

Was führen Monosatos und die Königin der Nacht im Schilde?
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Landstuhl.Am Samstag hielt Mozarts Werk „Die Zauberflöte“ Einzug auf der Burg Nanstein. Vor einer voll besetzten Zuschauertribüne entführten die Burgspieler die Besucher in die phantastische Welt von Prinz Tamino und Vogelhändler Papageno, die gemeinsam im Westrich nach der großen Liebe suchen.

Von Stephanie Walter

Überzeugen konnte das Stück, das von Regisseur Frank Zimmer ins Pfälzische übertragen wurde, wieder durch eine ordentliche Portion Humor und Lokalkolorit. So hatte der hochdeutsche Prinz Tamino (Philip Nicolai) auf seiner Reise ins ferne Neustadt, wo sich die schöne Pamina (Gina Vollmer) in den Händen von Sarastro (Thomas Arenz) befindet, einige Abenteuer zu bestehen. Nicht nur sein bunter Begleiter Papageno (Andreas Franz) sorgt für Irrungen und Wirrungen. So muss sich das Gespann dem Charme der Königin der Nacht (Tanja Franz) und ihren Dienerinnen (Tanja Vollmer, Nicol Lehmann und Leonie Pagel) entziehen und bei der Pfälzer Weinbruderschaft seine Männlichkeit unter Beweis stellen. Ein echter Pfälzer ist eben nicht nur furchtlos, sondern auch lyrisch begabt und weiß im richtigen Moment zu schweigen.
Außerdem steht ihnen der Wüstling Monosatos (Frank Zimmer) entgegen, der die schöne Pamina ebenfalls für sich gewinnen will. Zum Glück nennen die beiden Gefährten nicht nur die Zauberflöte ihr eigen, sondern haben auch Verbündete an ihrer Seite und vielleicht hat ja auch Sarastro ein ganz eigenes Ziel...
Verbunden ist die turbulente Handlung, die immer wieder von Erzählerin Stephanie Haselbach zusammengefasst wird, mit der wunderschönen Musik von Wolfgang Amadeus Mozart. Diese Verbindung aus Freilichttheater in Mundart und der großen Oper ist absolut gelungen, bleibt doch zwischendurch immer wieder Raum, um das Originallibretto von Emanuel Schikaneder zusammen mit der Atmosphäre auf der stimmungsvoll beleuchteten Bühne einfach nur zu genießen.
Durchbrochen wird die klassische Musik immer wieder durch harte Klänge der Band Rammstein oder Falcos „Rock me Amadeus“. In der Gesamtkomposition mit phantastischen Kostümen und Gesichtsbemalungen, Pyrotechnik und der einmaligen Kulisse auf Burg Nanstein, haben die Burgspiele wieder für einen kulturellen Höhepunkt gesorgt. Das gesamte Ensemble spielte mit viel Leidenschaft und Energie und auch die jungen Darsteller konnten rundum überzeugen.
So gab es am Ende vom begeisterten Publikum auch lang anhaltenden Applaus und stehende Ovationen für eine gelungene Premiere.
Wer wissen will, ob Prinz Tamino und seine Pamina am Ende vereint sein können und Papageno und Papagena (Heike Nicolai) doch noch ihr Glück finden, der erhält die Antwort jeweils freitags und samstags auf Burg Nanstein. sw

Weitere Informationen:

Weitere Impressionen von der Premiere gibt es online unter www.wochenblatt-reporter.de
Die nächsten Spieltermine sind am 28. und 29. Juni sowie am 5. und 6. Juli, jeweils und 20 Uhr. Weiter geht es dann nach der Sommerpause am 2. August.

Autor:

Stephanie Walter aus Wochenblatt Landstuhl

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