Kerosin über dem Pfälzerwald: Degenhardt schaltet Landes- und Bundespolitik ein
- Peter Degenhardt, Vorsitzender des Zentrums Pfälzerwald Touristik und des Mountainbikeparks Pfälzerwald, fordert nach dem erneuten Kerosinablass über Rheinland-Pfalz Konsequenzen und will die Landes- und Bundespolitik einschalten.
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Nach einem erneuten Kerosinablass über dem Pfälzerwald macht Dr. Peter Degenhardt Druck auf die Politik. Der Vorsitzende des Zentrums Pfälzerwald Touristik fordert Aufklärung und will Ministerpräsident Gordon Schnieder sowie Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder einschalten.
Von Erik Stegner
Landstuhl. Rund 50 Tonnen Kerosin hat ein Lufthansa-Flugzeug nach Angaben von Dr. Peter Degenhardt am Dienstag über Rheinland-Pfalz abgelassen. Nun schaltet der Vorsitzende des Zentrums Pfälzerwald Touristik und des Mountainbikeparks Pfälzerwald die Landes- und Bundespolitik ein. Der Vorfall verunsichere viele Menschen und schade dem Image der Tourismusregion, sagt Degenhardt. Die Maschine musste nach seinen Angaben wegen technischer Probleme zu ihrem Startflughafen Frankfurt zurückkehren. Zuvor flog sie Schleifen über Rheinland-Pfalz und ließ dabei Treibstoff ab.
Degenhardt kritisiert Kerosinablässe scharf
Degenhardt hält es für nicht nachvollziehbar, dass Kerosinablässe immer wieder über dem Pfälzerwald stattfinden. Besonders ärgert ihn die Begründung, dass der Treibstoff in großer Höhe verdunste und kaum etwas am Boden ankomme. „Dann könnte man das Kerosin ja auch über Frankfurt ablassen“, erklärt der Tourismusvertreter. Nach Bekanntwerden des Vorfalls hätten ihn zahlreiche Bürger kontaktiert. Viele hätten ihre Sorgen geäußert und ihn aufgefordert, sich erneut gegen diese Praxis einzusetzen.
- Der Pfälzerwald steht erneut im Mittelpunkt der Diskussion um Kerosinablässe. Peter Degenhardt sieht die Tourismusregion durch die wiederkehrenden Vorfälle belastet.
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Pfälzerwald steht seit Jahren im Fokus
Die Diskussion beschäftigt die Region seit Jahren. Nach früheren Angaben wurden seit 2018 insgesamt 47 Kerosinablässe über Rheinland-Pfalz registriert. Besonders häufig betroffen sei dabei der Pfälzerwald. Degenhardt sieht darin nicht nur eine Umweltfrage. Er befürchtet auch Nachteile für den Tourismus. Die Region investiere seit Jahren viel Arbeit und Geld in ihre touristische Entwicklung. Wiederkehrende Berichte über Kerosinablässe stünden diesen Bemühungen entgegen.
Briefe an Schnieder und Schneider
Degenhardt will die Sorgen der Bürger nun direkt an Ministerpräsident Gordon Schnieder herantragen. Außerdem bietet er Umweltministerin Christine Schneider erneut an, eine Messstation im Gebiet der Verbandsgemeinde Landstuhl einzurichten. Mit solchen Messungen ließen sich offene Fragen klären und Ängste in der Bevölkerung abbauen, argumentiert er. Auch Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder will Degenhardt anschreiben. Der Minister solle prüfen, ob künftig andere Gebiete für Kerosinablässe genutzt werden können, statt immer wieder den Pfälzerwald zu belasten.
Tourismusvertreter fordert neue Debatte
Für Degenhardt zeigt der aktuelle Vorfall, dass die Diskussion längst nicht beendet ist. Er fordert deshalb eine erneute politische Debatte über die bisherige Praxis. Der Pfälzerwald trage bereits zahlreiche Belastungen. Deshalb müsse die Politik prüfen, wie sich die Region künftig besser vor weiteren Kerosinablässen schützen lasse.
Autor:Erik Stegner aus Landstuhl |
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