Grippe legt zu, Corona bleibt ruhig: So ist die Lage in Kaiserslautern Stadt und Landkreis
- Das Gesundheitsamt Kaiserslautern in der Pfaffstraße ist für Stadt und Landkreis zuständig und wertet unter anderem die aktuellen Meldungen zu Corona- und Grippeinfektionen aus.
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Husten, Fieber, viele Fragen: Neue Meldedaten aus Stadt und Landkreis zeigen, welche Atemwegserkrankungen derzeit zunehmen – und warum die Behörden dennoch Entwarnung geben.
Von Erik Stegner
Kaiserslautern. Mit Beginn der kalten Jahreszeit häufen sich auch in Kaiserslautern Stadt und im Landkreis Meldungen über Erkältungssymptome, Husten und Fieber. In Gesprächen berichten Bürger weiterhin von Corona-Infektionen, zugleich ist das Thema im öffentlichen Alltag kaum noch präsent. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie sich die Infektionslage aktuell entwickelt. Auf Anfrage hat das Gesundheitsamt Kaiserslautern, zuständig für Stadt und Landkreis, eine Einschätzung zur aktuellen Situation gegeben.
Corona weiterhin meldepflichtig, aber ohne besondere Bedeutung
Corona-Nachweise, die durch medizinisch ausgebildetes Personal oder Labore festgestellt werden, sind nach wie vor nach dem Infektionsschutzgesetz meldepflichtig. Die beim Gesundheitsamt eingehenden Meldungen enthalten auch die Adressdaten der Erkrankten. Eine gesonderte Auswertung einzelner Ortslagen erfolgt jedoch nur bei besonderem Bedarf aus Gründen des Infektionsschutzes – hierfür besteht derzeit keine Veranlassung.
- Kalenderwoche 49: 22 Fälle
- Kalenderwoche 48: 26 Fälle
- Kalenderwoche 47: 53 Fälle
- Kalenderwoche 46: 14 Fälle
- Kalenderwoche 45: 5 Fälle
- Kalenderwoche 49: 14 Fälle
- Kalenderwoche 48: 4 Fälle
- Kalenderwoche 47: 5 Fälle
- Kalenderwoche 46: 5 Fälle
- Kalenderwoche 45: 3 Fälle
- Kalenderwoche 49: 3 Fälle
- Kalenderwoche 48: 1 Fall
- Kalenderwoche 47: 1 Fall
- Kalenderwoche 46: 1 Fall
- Kalenderwoche 45: 0 Fälle
Die gemeldeten Corona-Zahlen bewegen sich insgesamt auf einem überschaubaren Niveau. In den vergangenen Wochen wurden für den Zuständigkeitsbereich von Stadt und Landkreis Kaiserslautern folgende Fallzahlen registriert: In Kalenderwoche 45 wurden fünf Corona-Fälle gemeldet, in Kalenderwoche 46 waren es 14, in Kalenderwoche 47 stiegen die Zahlen auf 53, gefolgt von 26 Fällen in Kalenderwoche 48 und 22 Fällen in Kalenderwoche 49.
Influenza gewinnt an Dynamik
Parallel zu Corona verzeichnet das Gesundheitsamt eine zunehmende Bedeutung der Influenza. Während in den Kalenderwochen 45 und 46 jeweils drei beziehungsweise fünf Influenza-Fälle gemeldet wurden, lag die Zahl in Kalenderwoche 49 bereits bei 14. Diese Entwicklung deutet auf eine beginnende Grippewelle hin. RSV-Fälle spielten in den vergangenen Wochen hingegen nur eine untergeordnete Rolle und bewegten sich im niedrigen einstelligen Bereich. RSV-Fälle bezeichnen Infektionen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus, das vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen Atemwegserkrankungen wie Bronchiolitis oder Lungenentzündungen auslösen kann. Besonders gefährdeten Personengruppen empfiehlt das Gesundheitsamt, den Impfschutz gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission zu überprüfen und gegebenenfalls aufzufrischen.
- Ein positiver Corona-Test: Nachweise bleiben weiterhin meldepflichtig, spielen im aktuellen Infektionsgeschehen jedoch nur noch eine untergeordnete Rolle.
- Foto: Erstellt von Erik Stegner mit Unterstützung von ChatGPT.
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Keine Hinweise auf besondere Gefahrenlage
Die erhobenen Daten werden werktäglich an das Landesuntersuchungsamt übermittelt und von dort an das Robert-Koch-Institut weitergegeben. Eine Differenzierung nach Corona-Varianten erfolgt in den Meldungen nicht. Das Gesundheitsamt steht nach eigenen Angaben in engem Austausch mit den medizinischen Einrichtungen der Region. Hinweise auf eine außergewöhnliche Belastung der Krankenhäuser oder Arztpraxen liegen derzeit nicht vor.
Fazit
Corona ist auch in Kaiserslautern Stadt und Landkreis weiterhin Bestandteil des Infektionsgeschehens, spielt aktuell jedoch nur eine untergeordnete Rolle. Deutlich dynamischer entwickelt sich die Influenza, die in den kommenden Wochen stärker in den Vordergrund rücken dürfte. Insgesamt bewerten die Behörden die Lage als stabil und gut beherrschbar.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Autor:Erik Stegner aus Landstuhl |
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