Eine "Fröhliche" Schule
Förderschula Landstuhl wird zur Andreas-Fröhlich-Schule
- Namensgeber Andreas Fröhlich freut sich mit den Schülern.
- Foto: Gemeinschaftswerk
- hochgeladen von Friederika Will
Landstuhl. „Wir sind fröhlich!“, prangte groß auf den Shirts der Schüler, Lehrer und Mitarbeiter der Förderschule des Ökumenischen Gemeinschaftswerks Pfalz in Landstuhl. Grund zum fröhlich Sein gab es genug: Die Schule feierte ihren 60. Geburtstag und erhielt einen Namen: Andreas Fröhlich Schule heißt die Einrichtung in der Langwiedener Straße nun.
Namensgeber Professor Andreas Fröhlich war selbst zu Feier gekommen. Er entwickelte in den 70 Jahren - auch am Standort an der Langwiedener Straße - die Basale Stimulation. Dies ist ein pädagogisch-therapeutisches Konzept zur Förderung von Wahrnehmung, Kommunikation und Bewegung bei Menschen mit schweren Beeinträchtigungen. Der Sonderpädagoge ermöglichte schwerst mehrfachbehinderten Kindern, Wahrnehmungsfähigkeit, Körperorientierung und Kommunikationsfähigkeit zu fördern, deren Eigenaktivität aufgrund körperlicher oder geistiger Einschränkungen stark reduziert ist.
„Andreas Fröhlich hat mit seinen Erkenntnissen aus dem Schulversuch maßgeblich dazu beigetragen, dass auch umfänglich beeinträchtigte Kinder verbindlich einen Anspruch auf schulische Bildung erhalten haben“, betonte Schulleiterin Sonja Rolf.
Auch Elternvertreterinnen und Geschäftsführer Dr. Walter Steinmetz dankten Fröhlich für sein Engagement.
Die Kinder der Schule mit den Förderschwerpunkten motorische und ganzheitliche Entwicklung hatten ein buntes Programm vorbereitet und zeigten voller Begeisterung ihren vielfältigen Schulalltag. „Ich bin sehr gerührt, vielen Dank!“, rief Andreas Fröhlich den Jungen und Mädchen zu.
Andreas Fröhlich Schule:
1967: staatliche Anerkennung als Privatschule
1978/79: Umzug aus der provisorischen Burgschule und dem Schwesternhaus in den Neubau Langwiedener Straße 12.
2001/2004: Umfangreiche Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen verbunden mit einem Schulerweiterungsbau.
2025: Zertifizierung als BNE-Schule.
Das Ökumenische Gemeinschaftswerk Pfalz GmbH:
Gegründet wurde das Ökumenische Gemeinschaftswerk Pfalz GmbH im Jahr 1968 durch die Gesellschafter, den Caritasverband für die Diözese Speyer und die Evangelische Heimstiftung Pfalz. Die Ziele des Gemeinschaftswerkes orientieren sich am caritativ-diakonischen Auftrag der Kirchen. Das Gemeinschaftswerk bietet in den drei Geschäftsbereichen „Soziale Teilhabe im Arbeitsleben“, „Soziale Teilhabe“ sowie „Bildung und Entwicklung“ ambulante, teilstationäre und stationäre Hilfen für Menschen mit Beeinträchtigungen an. Im stationären und teilstationären Bereich werden rund 2000 Menschen betreut. Hinzu kommen rund 2000 Menschen, die ambulant unterstützt werden. Außerdem betreut und qualifiziert das Gemeinschaftswerk langzeitarbeitslose Menschen. Das Gemeinschaftswerk ist Alleingesellschafter des Inklusionsunternehmens Simotec GmbH in Kaiserslautern. Sitz der Gesellschaft ist Landstuhl.
Gesellschafter
Caritasverband für die Diözese Speyer e.V.
Evangelische Heimstiftung Pfalz
Das Ökumenische Gemeinschaftswerks Pfalz beschäftigt rund 1200, Simotec rund 200 Mitarbeitende an mehr als 40 Standorten in der Pfalz und Saarpfalz.
Autor:Friederika Will aus Kaiserslautern |
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