Acht Monate nach der Schändung: Das Missionskreuz von Bann steht wieder

Vor der St.-Valentinuskirche in Bann erhebt sich das restaurierte Missionskreuz wieder sichtbar über dem Kirchplatz. Die Gemeinde reagierte auf die Tat vom Juli 2025 mit Wiederaufbau und Zusammenhalt. | Foto: Erik Stegner
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Ein nächtlicher Angriff sorgte für Entsetzen weit über Bann hinaus. Nun ist das Missionskreuz zurück – mit einer Botschaft, die viele bewegt.

Von Erik Stegner
Bann. Acht Monate nach der schweren Schändung steht das Missionskreuz vor der St.-Valentinuskirche wieder an seinem Platz. Am Sonntag wurde das rund 140 Jahre alte religiöse Symbol eingesegnet. Was im Sommer 2025 für Entsetzen gesorgt hatte, findet damit einen sichtbaren Abschluss.

Pfarrer Stenz segnet das restaurierte Missionskreuz an der St.-Valentinuskirche in Bann im Beisein zahlreicher Gläubiger. | Foto: Arnold Germann
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Anschlag erschüttert Gemeinde

In der Nacht vom 23. auf den 24. Juli 2025 hatten bislang unbekannte Täter das Kreuz abgesägt. Der gusseiserne Corpus wurde gewaltsam entfernt und vor der Kirchentür abgelegt. Zudem wurde durch den Türspalt in das Kircheninnere uriniert. Die Tat löste weit über Bann hinaus Bestürzung aus; die Polizeiinspektion Landstuhl nahm Ermittlungen auf. Unmittelbar nach dem Angriff hatte die Dorfgemeinschaft gehofft, das Kreuz bis Weihnachten wieder aufrichten zu können – als bewusstes Zeichen der Geschlossenheit. Dieser Zeitplan ließ sich jedoch nicht halten. Restaurierung, Fertigung des neuen Holzkreuzes und Abstimmungen dauerten etwas länger als erwartet. Nun ist es März geworden.

Das restaurierte Missionskreuz an der St.-Valentinuskirche in Bann: Die neue Holzkonstruktion wurde fest im Fundament verankert. | Foto: Erik Stegner
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Handwerk aus dem Ort übernimmt Verantwortung

Mehrere Betriebe aus Bann beteiligten sich an der Wiederherstellung. Die Metallbaufirma Epp setzte die beschädigte Christusfigur instand. Die Zimmerei Künstler fertigte ein neues Holzkreuz mit Überdachung. Die abschließenden Malerarbeiten übernahm der ortsansässige Künstler Alexander Traub. Das Missionskreuz geht auf das Jahr 1886 zurück. Es wurde im Zuge einer Volksmission angeschafft und stammt aus der Werkstatt „Stuflesser“ in St. Ulrich in Südtirol. Ursprünglich befand sich das Kreuz im Kircheninneren; nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil wurde es an der Nordseite der Kirche aufgestellt.

Die St.-Valentinuskirche in Bann ist seit 1886 Standort des Missionskreuzes, das nach der Schändung im Juli 2025 restauriert wurde. | Foto: Erik Stegner
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„Unsere Antwort ist Zusammenhalt“

Bei der Segnung würdigte Gemeindeausschussmitglied Bernhard Keller das Engagement der Beteiligten. Auch der Erste Kreisbeigeordnete Jan Schneider und Ortsbeigeordneter Richard Roschel betonten die Zusammenarbeit zwischen kirchlicher und politischer Gemeinde. Bereits nach der Tat hatte Roschel von einem gezielten Angriff auf die Dorfgemeinschaft gesprochen und zugleich zur Besonnenheit gemahnt. Spekulationen über mögliche Motive wies er zurück. Mit der Wiedererrichtung setzt Bann nun ein Zeichen – weniger pathetisch als konsequent: Das Kreuz steht wieder. red/ge

Kirchenkreuz abgesägt – Christusfigur geschändet und vor der Tür abgelegt
Zerstörtes Kreuz in Bann: Dorfgemeinschaft kämpft für Wiederaufbau bis Weihnachten
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Vor der St.-Valentinuskirche in Bann erhebt sich das restaurierte Missionskreuz wieder sichtbar über dem Kirchplatz. Die Gemeinde reagierte auf die Tat vom Juli 2025 mit Wiederaufbau und Zusammenhalt. | Foto: Erik Stegner
Die St.-Valentinuskirche in Bann ist seit 1886 Standort des Missionskreuzes, das nach der Schändung im Juli 2025 restauriert wurde. | Foto: Erik Stegner
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