Landstuhler Bahnbrücke an der L363 bleibt für Schwerlastverkehr gesperrt.
- v.l.n.r. Mattia De Fazio, Markus Wolf, Christopher Bretscher, Marcus Klein
- Foto: Stadt
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An der 1961 errichteten Landstuhler Bahnbrücke wurden vor über einem Jahr durch den Landesbetrieb Mobilität Schwachstellen bei der Tragfähigkeit festgestellt. An den verwendeten Spannstählen kam es zu einer Spannungsrisskorrosion, welche die Brücke gefährdet. Auch ohne von außen sichtbare Rissbildung kann hier spontan ein plötzliches Versagen entstehen.
Der LBM hat die Brücke im Juni 2025 für Busse und Lkws über 3,5 Tonnen gesperrt, um die Konstruktion vor weiteren Schäden zu schützen. Der Schwerlastverkehr, der von oder in Richtung Autobahn unterwegs ist, wird über die Bruchwiesen- beziehungsweise Bahnstraße umgeleitet.
Die Landstuhler Spannbetonbrücke wird langfristig durch einen Neubau ersetzt werden müssen. Bis dahin soll die Brücke verstärkt werden, um zumindest vorübergehend von schweren Fahrzeugen genutzt werden zu können. Nach der ursprünglichen Aussage des LBM war diese Sicherungsmaßnahme eigentlich bereits für Herbst 2025 geplant. Die vom LBM für Sommer 2026 angekündigten Absicherungsarbeiten wurden ebenfalls noch nicht umgesetzt. Aus diesem Grunde darf die Brücke auch heute noch für Lkw und Busse gesperrt.
Stadtbürgermeister Mattia De Fazio hatte im Frühjahr vom Land eine zügige Umsetzung gefordert, um den Verkehrsfluss in der Stadt wieder zu verbessern und die städtischen Straßen vor Schäden durch die schweren Fahrzeuge zu bewahren. „Wir hatten einen Ortstermin mit dem Chef der Staatskanzlei Marcus Klein und dem Staatssekretär im Innenministerium Markus Wolf“, berichtet De Fazio. „Vor Ort habe ich die Dringlichkeit unseres Anliegens geschildert“. Bei dem Ortstermin mit dabei war Christopher Bretscher, Leiter der Abteilung Finanzen in der Verbandsgemeinde, der darauf drängte, dass für die Umleitung über die Bruchwiesenstraße ein finanzieller Ausgleich erfolgt.
Am gleichen Tag hat sich auch der LBM bei ihm gemeldet, sagt De Fazio. Die Brücke wird mit einer senkrechten Querkraftverstärkung ertüchtigt, habe er erfahren „Die Ausschreibung soll bis September erfolgen. Für die eigentlichen Absicherungsarbeiten werde eine Bauzeit von drei Monaten einkalkuliert. Ob die Brücke dann noch in diesem Jahr wieder freigegeben werden könne, sei fraglich, so De Fazio, da teilweise vom Bahnbereich aus unter der Brücke gearbeitet werden müsse. Stadtbürgermeister De Fazio gibt aber die Hoffnung nicht auf und ist mit dem LBM in Verbindung.
„Der Neubau der Brücke ist frühestens 2030 geplant“, berichtet das Stadtoberhaupt nach Rücksprache mit dem Landesbetrieb Mobilität. Da die Bahnstrecke zwischen Ludwigshafen und Forbach an der deutsch- französischen Grenze 2028 über Monate für Sanierungsarbeiten gesperrt wird, habe er angeregt, diese Zeit doch für den Neubau der Brücke zu nutzen. Er kann sich aber persönlich nicht vorstellen, dass diese Idee infolge der vielen Abstimmungen umgesetzt wird.
bor. Foto: Stadt
Autor:Boris Bohr aus Landstuhl |
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