Naturerlebnisbad Landstuhl schließt wegen zu warmem Wasser
- Gluthitze statt Badevergnügen: Das Naturerlebnisbad Landstuhl bleibt am Freitag wegen zu hoher Wassertemperaturen geschlossen.
- Foto: Verbandsgemeinde Landstuhl mit KI bearbeitet
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Ausgerechnet an einem der heißesten Tage des Jahres bleibt das Naturerlebnisbad Landstuhl geschlossen. Bei erwarteten Temperaturen von bis zu 38 Grad wird das Wasser in den Becken zu warm.
Von Erik Stegner
Landstuhl. Die Gluthitze sorgt in Landstuhl für eine außergewöhnliche Situation: Das Naturerlebnisbad bleibt am Freitag, 26. Juni, geschlossen, weil das Wasser zu warm ist. Während andernorts die Freibäder Hochbetrieb erwarten und tausende Besucher nach einer Abkühlung lechzen, müssen die Verantwortlichen in Landstuhl die Anlage ausgerechnet an diesem Tag dichtmachen.
Gluthitze sorgt für Schließung
Wie die Verbandsgemeinde Landstuhl mitteilt, ist die Temperatur des Wassers trotz einer permanenten Einspeisung von Frischwasser aufgrund der anhaltenden Hitze stark angestiegen. Für Freitag sagt der Deutsche Wetterdienst Höchstwerte von bis zu 40 Grad voraus. Auch in den kommenden Tagen ist bislang keine deutliche Abkühlung in Sicht.
Warum warmes Wasser zum Problem wird
Anders als in klassischen Freibädern wird das Wasser im Naturerlebnisbad biologisch gereinigt und kommt ohne Chlor aus. Bei hohen Temperaturen beschleunigen sich biologische Prozesse im Wasser, zudem können sich Algen und Mikroorganismen stärker vermehren. Um die Wasserqualität und den sicheren Badebetrieb zu gewährleisten, muss die Temperatur deshalb möglichst gesenkt werden. Die vorübergehende Schließung soll dazu beitragen, die Wassertemperatur wieder auf ein verträgliches Niveau zu senken.
- Die anhaltende Gluthitze macht dem Naturerlebnisbad Landstuhl zu schaffen: Wegen zu hoher Wassertemperaturen muss die Anlage am Freitag geschlossen bleiben. Das biologisch gereinigte Wasser benötigt niedrigere Temperaturen, um die Wasserqualität zu gewährleisten.
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Auch der Bärenlochweiher war betroffen
Die aktuelle Schließung des Naturerlebnisbades ist nicht das erste Zeichen für die Auswirkungen ungewöhnlich hoher Temperaturen auf Naturgewässer in der Region. Bereits Ende Mai hatte die Verbandsgemeinde Landstuhl während einer mehrtägigen Hitzeperiode vor Blaualgen im Bärenlochweiher gewarnt. Zu diesem Zeitpunkt waren im Wasser eine starke grünliche Trübung und zeitweise Schlieren festgestellt worden. Die Blaualgen können giftige Stoffe bilden und sowohl für Menschen als auch für Tiere gesundheitliche Risiken darstellen. Badegästen wurde geraten, trübe Bereiche zu meiden und besonders auf Kinder zu achten. Auch Haustiere sollten kein Wasser aus dem Weiher trinken.
Entscheidung für weitere Tage noch offen
Ob das Naturerlebnisbad auch über Freitag hinaus geschlossen bleiben muss, ist derzeit noch offen. Sollten weitere Schließtage erforderlich werden, will die Verbandsgemeinde zeitnah darüber informieren.
Autor:Erik Stegner aus Landstuhl |
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