Kein Public Viewing zur WM 2026 in Landau – das sind die Gründe
- Volle Reihen und große Emotionen: Beim Public Viewing der Eventschmiede Gerach zur EM 2024 feierten tausende Fußballfans gemeinsam – zur WM 2026 wird es ein solches Angebot in Landau nicht geben.
- Foto: Eventschmiede Gerach
- hochgeladen von Katharina Wirth
Public Viewing Landau. Viele Fußballfans in Landau hatten gehofft, auch zur WM 2026 wieder gemeinsam jubeln zu können. Doch daraus wird nichts. Warum es in diesem Sommer kein großes Public Viewing gibt – und was hinter den Gerüchten steckt.
Kein gemeinsames Fußballfieber in Landau
Zur Fußball-Europameisterschaft vor zwei Jahren war der Platz voll, die Stimmung ausgelassen. Das große Public Viewing der Eventschmiede Gerach lockte tausende Fans aus Landau und der Region an. Umso größer ist jetzt die Enttäuschung: Zur WM 2026 wird es in Landau kein Public Viewing geben.
Das hat der Veranstalter nun in einer persönlichen Stellungnahme über Facebook mitgeteilt.
Entscheidung fiel laut Veranstalter schon 2025
Wichtig war es der Eventschmiede Gerach, zu betonen, dass das Aus für das Public Viewing nichts mit der aktuellen Insolvenz des Unternehmens zu tun habe.
Die Entscheidung sei bereits im November 2025 gefallen. Als Grund nennt der Veranstalter die Zeitverschiebung zur WM in den USA. Viele Spiele würden mitten in der Nacht angepfiffen. Ein wirtschaftlich und organisatorisch sinnvolles Public Viewing sei unter diesen Bedingungen nicht möglich gewesen, erklärt die Eventschmiede.
Warum die Eventschmiede Insolvenz anmelden musste
In den vergangenen Tagen habe es laut Unternehmen Gerüchte gegeben. Die Eventschmiede Gerach wollte diese nach eigener Darstellung nicht unkommentiert lassen und schildert ihre Sicht der Dinge.
Demnach habe im März 2020, kurz vor dem Start eines großen Public Viewings, plötzlich alles stillgestanden. Durch die Corona-Pandemie seien Veranstaltungen verboten worden. Zu diesem Zeitpunkt seien jedoch bereits Verträge geschlossen gewesen, viele Kosten seien schon entstanden.
Die staatlichen Corona-Hilfen seien nach eigenen Angaben der Eventschmiede genutzt worden, um diese Ausgaben zu decken – unter anderem für Bühnenbau, Technik, Zelte, Catering, Marketing und Künstlerhonorare.
Rund fünf Jahre später seien Teile dieser Hilfen neu bewertet worden. Nach Darstellung des Unternehmens sollen Beträge nun zurückgezahlt werden, so das Unternehmen. Diese Rückforderung habe zur Zahlungsunfähigkeit geführt. In der Folge musste die Eventschmiede Insolvenz anmelden.
Keine offenen Rechnungen – nur ein Gläubiger
Weiter teilt die Eventschmiede mit: Alle Partner, Dienstleister und Mitarbeitenden seien vollständig bezahlt worden. Es gebe keine weiteren offenen Forderungen. Einziger Gläubiger sei die ISB.
Ein Stück Landauer Eventkultur
Unabhängig davon war die Eventschmiede Gerach für viele Menschen in Landau mehr als nur ein Veranstalter. Sie stand für große Events, Emotionen und gemeinsames Erleben in der Region.
Ob es zu einem Comeback kommt, ist offen. In der Mitteilung des Unternehmens heißt es dazu: „Vielleicht ist es kein Abschied. Vielleicht nur ein ,Bis bald‘.“
Autor:Katharina Wirth aus Herxheim |
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