Alte Handys, blinkende Schuhe, E-Zigaretten: Wohin damit?
- Alte Elektrogeräte wie Handys und E-Zigaretten müssen im Kreis SÜW richtig entsorgt werden.
- Foto: svittlana / stock.adobe.com
- hochgeladen von Annina Ksionsek
Landkreis Südliche Weinstraße. Alte Elektrogeräte gehören im Oktober besonders in die richtigen Sammelstellen und nicht in die Restmülltonne. Der Eigenbetrieb WertstoffWirtschaft (EWW) beteiligt sich vom 5. bis 18. Oktober an den bundesweiten Aktionswochen Jeder Stecker zählt. Deutschland sammelt E-Schrott.
Rund um den International E-Waste Day am Dienstag, 14. Oktober, machen Kommunen, Unternehmen, Vereine und Entsorgungsbetriebe darauf aufmerksam, wie und wo die Bevölkerung ausgediente Elektrogeräte korrekt zurückgeben kann.
Landrat Dietmar Seefeldt sagt: „Viele Elektrogeräte enthalten wertvolle Rohstoffe, die sich wiederverwenden lassen. Voraussetzung dafür ist, dass die Geräte nicht im Hausmüll landen, sondern richtig zurückgegeben und recycelt werden“. EWW-Werkleiter Christoph Stöffler ergänzt: „Wer alte Elektrogeräte richtig entsorgt, schont Ressourcen und schützt zugleich Mensch und Umwelt“.
Was alles als Elektroschrott zählt und wo die Abgabe möglich ist
Grundsätzlich gilt: Alles, was Strom benötigt, ob über Stecker, Akku, Batterie oder Solarzelle, zählt als Elektroaltgerät, wenn es nicht mehr genutzt werden kann. Es gehört nicht in den Hausmüll. Das Symbol der durchgestrichenen Mülltonne zeigt an, dass ein Produkt getrennt entsorgt werden muss.
Der Landkreis nennt Beispiele, die man nicht sofort als Elektroschrott erkennt. Dazu zählen Möbel mit integrierter Beleuchtung, sprechendes Kinderspielzeug, blinkende LED-Schuhe oder E-Zigaretten.
Funktionierende Geräte sollte die Bevölkerung nach Möglichkeit weitergeben oder wiederverwenden. Bei defekten Geräten kann sich laut EWW zunächst eine Reparatur lohnen. Repair-Cafés und andere Reparaturinitiativen bieten dabei Unterstützung. Anlaufstellen listet die Seite http://www.reparatur-initiativen.de/.
Viele ausgediente Elektrogeräte lassen sich laut EWW außerdem kostenlos im Handel zurückgeben. Elektro- und Elektronikgeschäfte mit einer Verkaufsfläche von mindestens 400 Quadratmetern sowie Lebensmittelhändler mit einer Gesamtverkaufsfläche von mindestens 800 Quadratmetern, die Elektrogeräte anbieten, müssen Altgeräte zurücknehmen. Kleingeräte bis 25 Zentimeter können dort grundsätzlich auch ohne Neukauf abgegeben werden. Größere Altgeräte müssen Händler beim Kauf eines entsprechenden Neugeräts zurücknehmen. Auch Online-Händler müssen Möglichkeiten zur Rücksendung oder Abholung anbieten. Wer E-Zigaretten verkauft, muss ausgediente Geräte ebenfalls zurücknehmen.
Im Landkreis Südliche Weinstraße können Bürgerinnen und Bürger Elektroaltgeräte außerdem in den WertstoffWirtschaftszentren Nord bei Edesheim und Süd bei Billigheim-Ingenheim abgeben. Auch die Sperrmüllsammlung nimmt entsprechende Geräte mit.
Wichtig vor allem bei Handys, Computern oder Festplatten: Vor der Abgabe sollten Nutzerinnen und Nutzer persönliche Daten löschen.
Weitere Informationen zu den Aktionswochen, zur richtigen Rückgabe von Elektroaltgeräten und zu Rückgabestellen gibt es unter http://www.e-schrott-entsorgen.org/. Wie die Kreisverwaltung Südliche Weinstraße mitteilt, beteiligt sich der EWW mit seinen Angeboten im Landkreis an der Aktion.
Autor:Annina Ksionsek aus Landau |