Zu heiß zum Spielen? Grüne fordern mehr Hitzeschutz für Landau
- Sonnensegel und Wassernebel: Grüne fordern in ihrem Antrag im Stadtrat mehr Projekte für den Hitzeschutz
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Landau. Landau könnte sich in den kommenden Jahren stärker gegen extreme Hitze wappnen. Die Grünen im Stadtrat fordern in einem Antrag kurzfristige Hitzeschutzmaßnahmen, damit die Stadt bis zum Sommer 2027 besser vorbereitet ist.
Im Fokus stehen dabei unter anderem mehr Schattenplätze in der Innenstadt, kühlere Aufenthaltsorte in den Stadtdörfern sowie Hitzeschutz auf Schulhöfen, Spielplätzen und Kita-Außengeländen.
Grüne verweisen auf mehr Hitzetage und Tropennächte
Zur Begründung verweisen die Grünen auf steigende Temperaturen in Rheinland-Pfalz. Besonders belastend seien sogenannte Tropennächte, in denen die Temperatur nachts nicht mehr unter 20 Grad fällt.
Im Antrag heißt es außerdem, ältere Menschen, Kinder und pflegebedürftige Personen seien durch extreme Hitze besonders gefährdet. Die Fraktion verweist dabei auf Zahlen des Robert Koch-Instituts, nach denen es in Rheinland-Pfalz in diesem Jahr bereits mehr als 1.200 Hitzetote gegeben hat.
Sonnensegel und mehr Schatten für Spielplätze
Konkret schlagen die Grünen vor, Schulhöfe, Spielplätze und Kita-Außenbereiche besser zu verschatten. Sonnensegel könnten kurzfristig helfen.
Außerdem nennt der Antrag zusätzliche Bäume, Kletterpflanzen und Wasserspiele als mögliche Maßnahmen. Hintergrund ist, dass sich Spielgeräte an heißen Tagen stark aufheizen und teilweise kaum noch nutzbar sind.
Auch Fußgängerzone und Dorfplätze im Fokus
Nach Vorstellungen der Grünen soll außerdem geprüft werden, wie die Landauer Innenstadt und die Dorfplätze in den Stadtdörfern im Sommer stärker gekühlt werden können.
Im Antrag werden dabei unter anderem Wassernebel-Systeme und zusätzliche Verschattung genannt. Als Vorbild dient ein Projekt aus Stuttgart. In Landau war Wassernebel bereits beim Hitzeaktionstag getestet worden.
Mehr öffentliche Rückzugsorte bei Hitze?
Zusätzlich schlagen die Grünen vor, öffentliche Gebäude als kühle Rückzugsorte zugänglich zu machen. Genannt werden unter anderem das Alte Kaufhaus und das Frank-Loebsche Haus.
Bereits jetzt zeigt das Geoportal der Stadt sogenannte „kühle Orte“ wie Kirchen, Trinkwasserbrunnen oder schattige Plätze an. Diese Übersicht soll nach dem Willen der Fraktion erweitert werden.
Autor:Katharina Wirth aus Herxheim |