Pfarrklausurtagung
Kirche und kulturelle Vielfalt im Herzen Europas

Von links nach rechts: Pfr. Bauer, Pfr. Himjak-Lang, Pfr. Laux, Pfr. Kuntz, Pfr. Leonhard, Pfr. Fuite, Dekan Janke, Pfrin. i.R. Schieder, Pfr. Bouwer, Pfrin. Rahm, Pfr. Verhoeven, Pfrin. Hauck, Pfr. Anefeld
  • Von links nach rechts: Pfr. Bauer, Pfr. Himjak-Lang, Pfr. Laux, Pfr. Kuntz, Pfr. Leonhard, Pfr. Fuite, Dekan Janke, Pfrin. i.R. Schieder, Pfr. Bouwer, Pfrin. Rahm, Pfr. Verhoeven, Pfrin. Hauck, Pfr. Anefeld
  • Foto: Anika Suzan
  • hochgeladen von Sabine Meyerhöffer

Landau. "Eine Vision für die Zukunft der Kirche(n) in Europa" - unter diesem Motto fand die diesjährige Pfarrklausurtagung des Protestantischen Kirchenbezirks Landau vom 9. bis 12. Mai in Brüssel statt. Gemeinsam mit Dekan Volker Janke reisten zehn weitere PfarrerInnen sowie eine Gemeindediakonin in die "Hauptstadt Europas", wo ein vielfältiges Programm den Pfarrkonvent erwartete.

Stadt der vielen Gesichter

Bereits der Stadtrundgang durch die Brüsseler Innenstadt am ersten Tag ließ erahnen, weshalb Brüssel auch die "Stadt der vielen Gesichter" genannt wird: Menschen aus mehr als 180 Nationen leben hier zusammen. Und viele von ihnen machen gemeinsam Politik für Europa.

Aus diesem Grund standen auch Besuche im Haus der Europäischen Geschichte sowie des EU-Parlaments auf dem Programm. Dort wurde die Gruppe von MdEP Christine Schneider und vom Landauer Oberbürgermeister Thomas Hirsch begrüßt. Die Südpfälzerin vertritt im EU-Parlament den rheinland-pfälzische Wahlkreisbezirk "Rheinhessen-Pfalz". OB Hirsch konnte indes als Überraschungsgast begrüßt werden.

Im Rahmen einer Führung durch das EU-Parlament erhielt der Pfarrkonvent interessante Einblicke in die Parlamentsarbeit von Christine Schneider, die dem Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit angehört und darüber hinaus auch stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung ist.

Bericht von Tätigkeit im Auslandspfarrdienst

Einer der thematischen Schwerpunkte der diesjährigen Klausurtagung bestand im Austausch mit einigen der hiesigen Kirchen und kirchlichen Organisationen. Eine erste Begegnung fand bei der Deutschsprachigen Evangelischen Gemeinde in Brüssel statt, wo die Gruppe von Pfarrer Frederic Koßmann herzlich begrüßt wurde. Koßmann, Pfarrer der Evangelischen Kirche im Rheinland, berichtete von seiner Tätigkeit im Auslandspfarrdienst. Am darauffolgenden Tag war der Pfarrkonvent zu Gast im Synodalpräsidium der Église Protestante Unie de Belgique. Dort erzählten die Pfarrer Fuite, Brouwer und Verhoeven von ihren Erfahrungen als Minderheitenkirche in Belgien.

Abschließend hießen Rev. Peter Pavlovic und Katerina Pekridou den Pfarrkonvent in den Räumlichkeiten der Conference of European Churches (CEC) willkommen. Dort gewährte man den Gästen aus der Pfalz Einblicke in die vielfältige Arbeit der CEC, welche die Interessen der ihr angeschlossenen Kirchen gegenüber der Europäischen Union vertritt. Im Zentrum dieses Dialogs standen die Mitgestaltungsmöglichkeiten der Kirchen im Kontext der gegenwärtigen gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen, wie beispielsweise der Umwelt- und Klimaschutz oder die praktische Umsetzung der Menschenrechte.

Europäischer Dialog der Kirchen

Nachdem die Pfarrklausur in den Jahren 2020 und 2021 coronabedingt hatte ausgefallen müssen, bot sich dem Pfarrkonvent des Protestantischen Kirchenbezirks Landau in diesem Jahr wieder die Möglichkeit, den europäischen Dialog der Kirchen fortzusetzen und sich auf diese Weise über die Zukunftsperspektiven und die Partizipationsmöglichkeiten der Kirchen im fortschreitenden 21. Jahrhundert auszutauschen. Frühere Klausurtagungen hatten den Pfarrkonvent bereits nach Dessau, Berlin und Amsterdam geführt. Die Reise in die belgische Hauptstadt führte diese Tradition des Kirchendialogs nun fort.

Die Klausurtagungen dienen nicht nur der wissenschaftlichen und praktischen Fortbildung der Teilnehmenden, sondern schaffen auch Orte der Begegnung, an denen sich ChristInnen in geselliger Runde über gesellschaftliche, theologische und gemeindepraktische Themen austauschen können. Dieser kollegiale Austausch fördert die Kooperation und das Gemeinschaftsgefühl innerhalb des Pfarrkonvents gleichermaßen.

Dementsprechend zogen auch die Teilnehmenden des diesjährigen Pfarrkonvents ein gänzlich positives Fazit. Dekan Janke konstatierte zufrieden: „Nach zweijähriger Coronapause haben wir uns riesig gefreut, wieder in größerer Gruppe nach Brüssel reisen zu können. Wir durften uns über informativ Einblicke und einen fruchtbaren Austausch über die gegenwärtigen Themen freuen. Es wurde uns wieder vor Augen geführt, dass auch im digitalen Zeitalter der persönliche Kontakt durch nichts zu ersetzen ist.“ ps

Autor:

Sabine Meyerhöffer aus Landau

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