41 Prozent mehr Fahrgäste: Landau plant größere Busse auf zwei Linien
- Größere Busse sollen im Landauer Stadtverkehr mehr Platz und besseren Einstieg bieten.
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Landau. Auf den Stadtbuslinien 535 und 538 sollen in Landau künftig größere Busse fahren. Für viele Fahrgäste bedeutet das vor allem mehr Platz und einen leichteren Einstieg, besonders mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen.
Der Ausschuss für Mobilität und ÖPNV hat der Umstellung jetzt einstimmig zugestimmt. Wie die Stadt Landau mitteilt, muss nun noch der Stadtrat entscheiden. Wenn er am 10. November zustimmt, könnten die neuen Midibusse ab dem Fahrplanwechsel im Dezember unterwegs sein.
Hintergrund sind deutlich gestiegene Fahrgastzahlen. Rund 5.000 Menschen nutzen nach Angaben der Stadt inzwischen täglich die Busse im Landauer Stadtverkehr, die Flexline nicht mitgerechnet. Allein auf den Linien 535 und 538, die den Horst, die Innenstadt und die Wollmesheimer Höhe im Viertelstundentakt verbinden, fahren werktags rund 2.000 Menschen mit. Seit Frühjahr sind die Zahlen auf diesen beiden Linien laut Stadt um rund 41 Prozent gestiegen.
Mehr Kapazität und leichteres Einsteigen
Beim Start des Landau-Takts im Dezember hatte die Stadt auf den beiden Linien bewusst Kleinbusse eingesetzt. Die Fahrzeuge sind wendig und kommen gut durch die Wohngebiete. Mit 17 Sitzplätzen stoßen sie inzwischen aber immer häufiger an ihre Grenzen.
Die geplanten Midibusse bieten je nach Ausführung 25 Sitzplätze und zusätzliche Stehplätze. Rechnerisch liegt ihre Kapazität damit laut Stadt bei rund dem Dreifachen der bisherigen Kleinbusse. Außerdem sind sie vollständig niederflurig und haben mehr Platz für Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen. Auch das Ein- und Aussteigen soll einfacher werden, weil der Abstand zwischen Bus und Bordstein geringer ist.
Bürgermeister Lukas Hartmann, Verkehrsdezernent der Stadt Landau, sagt: „Der Landau-Takt funktioniert und immer mehr Menschen nutzen unser Angebot. Ein gutes Stadtbussystem in Kombination mit dem Deutschlandticket ist eine kostengünstige und klimafreundliche Alternative zum Auto, von der viele Menschen profitieren“.
Hartmann sagt weiter: „Aber der Erfolg bringt auch Herausforderungen mit sich. Wenn Fahrgäste an der Haltestelle zurückbleiben müssen, weil der Bus voll ist oder alle barrierefreien Plätze belegt sind, müssen wir reagieren. Genau das wollen wir jetzt tun.“
Aus Sicht der Stadt lösen die größeren Fahrzeuge gleich mehrere Probleme. Hartmann erklärt dazu: „Der Midibus ist für unsere Stadtbuslinien ein guter Kompromiss: Er bietet deutlich mehr Platz als ein Kleinbus, bleibt aber trotzdem wendig genug für die Fahrt durch die Wohngebiete“.
Außerdem sagt Hartmann: „Vor allem bei der Barrierefreiheit machen wir damit einen großen Schritt nach vorne. Und genau darum geht es uns: Busfahren soll für möglichst alle Menschen einfach und bequem sein.“
Die jährlichen Mehrkosten für die Umstellung liegen laut Stadt bei rund 321.000 Euro, dazu kommen etwas höhere Energiekosten. Gleichzeitig rechnet die Stadt damit, dass steigende Fahrgastzahlen auch zu höheren Einnahmen führen und so zumindest einen Teil der zusätzlichen Kosten ausgleichen.
Autor:Annina Ksionsek aus Landau |