2,6 Prozent Fremdstoffe: Bioabfall im Kreis SÜW bleibt unter Grenzwert
- Verschiedene Mülltonnen stehen für die richtige Trennung von Abfällen bereit.
- Foto: Der Fremdstoffanteil liegt laut aktueller Analyse bei durchschnittlich 2,6 Prozent. Foto: KV SÜW
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Kreis Südliche Weinstraße. Wer seine Bioabfälle sauber trennt, hilft direkt bei der Verwertung. Im Landkreis Südliche Weinstraße zeigt eine aktuelle Analyse jetzt, dass der Inhalt der Biotonnen im Schnitt nur einen geringen Fremdstoffanteil hat.
Wie die Kreisverwaltung mitteilt, ließ der Eigenbetrieb WertstoffWirtschaft die Gebietsanalyse in diesem Jahr durchführen. Dem Werkausschuss stellte der Eigenbetrieb die Ergebnisse in seiner Sitzung am Dienstag, 16. September, vor.
Im Durchschnitt lag der Fremdstoffanteil bei 2,6 Prozent. Damit bleibt der Wert unter dem in der Bioabfallverordnung genannten Rückweisungswert von 3 Prozent. Wird dieser Wert überschritten, kann der Bioabfallbehandler die Rücknahme der Anlieferung verlangen.
Unterschiede je nach Wohngebiet
Für die Untersuchung kamen Proben aus Offenbach an der Queich, Edenkoben und Herxheim zusammen. Das beauftragte Unternehmen Teamwerk AG untersuchte Bereiche mit drei- bis fünfgeschossiger Wohnbebauung sowie Gebiete mit Ein- und Zweifamilienhäusern in gewachsenen und neueren Strukturen.
Dabei zeigten sich Unterschiede zwischen den Wohnformen. In Gebieten mit Ein- und Zweifamilienhäusern lag der Fremdstoffanteil bei 2,3 und 2,4 Prozent. In der untersuchten mehrgeschossigen Wohnbebauung stellte die Analyse 3,0 Prozent fest.
0,7 Prozentpunkte des Gesamtwerts entfielen auf Kunststoffe, weitere 1,8 Prozentpunkte auf sonstige Fremdstoffe. Rund 97 Prozent des untersuchten Bioabfalls bestanden damit aus Materialien, die tatsächlich in die Biotonne gehören.
Landrat Dietmar Seefeldt sagt: „Das ist ein erfreuliches Ergebnis und zeigt, dass die große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis ihren Bioabfall bereits sehr sorgfältig trennt“.
EWW-Werkleiter Christoph Stöffler ergänzt: „Jeder Fremdstoff, der gar nicht erst in der Biotonne landet, erleichtert die weitere Verwertung des Bioabfalls. Deshalb lohnt es sich, auch künftig genau darauf zu achten, was in die Biotonne gehört – und was nicht.“
Als Fremdstoffe gelten unter anderem Kunststoffe, Glas und Metall. Auch Hygieneartikel, Textilien oder andere ungeeignete Materialien gehören nicht in die Biotonne. Sogenannte biologisch abbaubare Kunststoffbeutel zählt die Analyse ebenfalls zu den Kunststoffen. Der Eigenbetrieb rät davon ab, sie in der Biotonne zu verwenden, weil sie unter realen Bedingungen zu lange zum Verrotten brauchen.
Die aktuelle Untersuchung ergänzt frühere Analysen des Eigenbetriebs zur Zusammensetzung der Abfälle im Landkreis. Bereits vor zwei Jahren ließ der EWW den Restabfall untersuchen. Solche Analysen sollen zeigen, wie gut die Abfalltrennung funktioniert und wo es noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt.
Autor:Annina Ksionsek aus Landau |