Auch ein Thema bei der Landauer musikalischen Goetheparkplauderei
100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Landau, Evi Julier, mit der aktuellen Broschüre der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Rheinland-Pfalz (LAG) zum Thema „100 Jahre Frauenwahlrecht“.  Foto: stp
  • Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Landau, Evi Julier, mit der aktuellen Broschüre der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Rheinland-Pfalz (LAG) zum Thema „100 Jahre Frauenwahlrecht“. Foto: stp
  • hochgeladen von Thomas Klein

Landau. Deutschland feiert in diesem Jahr einen Meilenstein der Gleichberechtigung: Seit 100 Jahren dürfen Frauen wählen – und gewählt werden. Im ganzen Land finden aus diesem Anlass Veranstaltungen statt, die die historische Bedeutung des Datums in den Mittelpunkt rücken, zugleich aber auch auf die immer noch vorhandene Unausgewogenheit, z. B. bei der Geschlechterverteilung in der (Kommunal)-Politik und in Spitzenpositionen in der Wirtschaft, hinweisen. Auch die Stadt Landau beteiligt sich am Themenjahr „100 Jahre Frauenwahlrecht“.
Wie die städtische Gleichstellungsbeauftragte Evi Julier informiert, sind mehrere Veranstaltungen geplant. So findet das Thema am Sonntag, 22. Juni, Eingang in die Musikalischen Goetheparkplaudereien. Moderatorin Dr. Sieglinde Eberhardt wird als Gäste unter anderem Julier selbst, Stadtarchivarin Christine Kohl-Langer und mehrere Stadträtinnen begrüßen. Beginn an der Konzertmuschel im Goethepark ist um 11 Uhr. Am Samstag, 17. November, bietet die städtische Gleichstellungsstelle in Kooperation mit dem Zonta Club Landau-Südpfalz eine Fahrt ins Historische Museum Frankfurt zur Ausstellung „100 Jahre Frauenwahlrecht“ an. Vorläufige Anmeldungen nimmt die Gleichstellungsstelle schon jetzt unter 06341 131082 bzw. gleichstellungsstelle@landau.de entgegen. Zudem ist ebenfalls noch in diesem Jahr ein Rhetorik-Slam in Kooperation mit der Universität zum Thema Frauenwahlrecht geplant.
Die Stadt Landau wird außerdem beim 1. Trinationalen Kongress zur Frauenpolitik am Oberrhein vertreten sein. Dieser findet am Donnerstag, 8. November, in Straßbourg statt und wird vom 2016 gegründeten Frauennetzwerk der Oberrheinkonferenz organisiert. Die Landauer Gleichstellungsbeauftragte Julier wurde kürzlich zur Sprecherin des Drei-Länder-Frauennetzwerks ernannt. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe“, betont sie. „Das Netzwerk bietet engagierten Frauen – und Männern – aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch bei aktuellen Fragen und Herausforderungen in der Gender-Arbeit.“
Landaus Gleichstellungsbeauftragte ist auch eine der Sprecherinnen der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Rheinland-Pfalz (LAG). Diese hat eine 60-seitige Broschüre mit dem Titel „Wahlkämpfe“ herausgegeben, die sich mit 100 Jahren Frauenwahlrecht im heutigen Rheinland-Pfalz sowie 30 Jahren LAG beschäftigt. Der spannende Blick auf die frauen- und kommunalpolitische Vergangenheit und Gegenwart ist ab sofort bei der städtischen Gleichstellungsstelle in Zimmer 121/122 des Rathauses kostenlos erhältlich. Zudem kann die Publikation im Internet unter www.frauenbeauftragte-rlp.de abgerufen werden.
Auch Landaus Oberbürgermeister Thomas Hirsch lenkt den Blick auf das wichtige historische Ereignis, das sich diesem Jahr zum 100. Mal jährt. „Der November 1918 war die Geburtsstunde des Frauenwahlrechts in Deutschland. Es gilt, das Jubiläumsjahr zu nutzen, um auf den langen und harten Kampf für dieses Recht, das uns heute selbstverständlich erscheint, aufmerksam zu machen.“ Auch im heutigen Rheinland-Pfalz hätten sich damals mutige Frauen für ein Mitwirken in der Kommunalpolitik stark gemacht, erinnert Hirsch und nennt als Beispiel die Vereine für Fraueninteressen, die auch eine Ortsgruppe in Landau hatten. Die Vereine leisteten in erster Linie praktische soziale Arbeit und boten Vorträge, Kurse und Schulungen an, um Frauen eine berufliche Perspektive zu eröffnen, betrieben aber auch Öffentlichkeitsarbeit für Frauenfragen. stp

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