Mit der Bereitschaft zum Engagement fängt es an
Landfrauen sehen Erneuerungen als Chance

Landrat Otto Rubly, Isabel Steinhauer-Theis und Brigitte Scherb bei der Podiumsdiskussion der Landfrauen.  Foto: Horst Cloß
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Kreis Kusel/Quirnbach. Dem Landfrauen-Kreisverband war es gelungen, die Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes, Brigitte Scherb, zu einer Podiumsveranstaltung in den Landkreis einzuladen. Im Bürgerhaus der Gemeinde Quirnbach freute sich die Kreisvorsitzende Isolde Steinhauer-Theis, dass sich die Präsidentin des Deutschen Landfrauen-Verbandes die Zeit genommen hatte, um mit den KreisLandfrauen über diverse Themen zu diskutieren.
Isabell Steinhauer-Theis sagte in ihrer Begrüßung, dass die Ideen für die Landfrauen-Arbeit überwiegend von der Basis kämen. Der Verband könne die Ideen dann aufgreifen und mit der Unterstützung der Politik umsetzen. Sie sehe die das Konzept „Von Frauen für Frauen“ als gute Zielsetzung der Landfrauen-Tätigkeit.
Landrat Otto Rubly betonte die Rolle der Landfrauen für die Gesellschaft. Ihr Wissen und ihre Erfahrung könne für die Gesamtbevölkerung sehr von Nutzen sein, Die Landfrauen seien auch ein wesentlicher Faktor auf dem Arbeitsmarkt und hier leisten die Weiterbildungsmöglichkeiten bei den Landfrauen einen hervorragenden Beitrag. Für den strukturschwachen Landkreis Kusel gelte es ohnehin, künftig mehr Fachkräfte auszubilden, die dem hiesigen Arbeitsmarkt zugeführt werden könnten.
Brigitte Scherb sieht in den Weiterbildungsangeboten des Bundes- und Landesverbandes eine große Stütze. Auch für das Selbstverständnis der Frauen auf dem Land seien diese Angebote enorm wichtig. Und damit seien die Frauen auch in der Lage, Verantwortung zu übernehmen. Die Bereitschaft dazu sei, so die Präsidentin, generell vorhanden.
Der Wandel in den Berufsbildern bringe gerade für die Frauen jede Menge Chancen, immer vorausgesetzt, die Bereitschaft zum Engagement ist vorhanden.
12.000 Landfrauenvereine mit 500.000 Mitgliedern seien ein Machtfaktor, der bei Bedarf auch mal ausgespielt werden könne. Es gelte, die Bedeutung der Frauen noch stärker ins Blickfeld zu rücken.
Dies ziele in erster Linie auf die immer noch gravierenden Einkommensunterschiede ab, die für Frauen bzw. Männer bestünden. Und bei der Rente wirke sich das noch viel schärfer aus. Es gehe nicht an, dass Frauen nur deshalb schlechter bezahlt würden, weil sie typische Frauenarbeiten verrichten. Das könne auch in der Pflege festgestellt werden.
Nach Ansicht von Brigitte Scherb hätten die ländlichen Räume wieder Konjunktur, weil die Lebensqualität auf dem Land um ein Vielfaches höher sei als in den Ballungsgebieten.
„Landfrauen, gebt das in Euch brennende Feuer weiter und öffnet Euch notwendigen Erneuerungen in Beruf, Gesellschaft und Familie“, diesen Rat gab die Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes der Versammlung weiter. hc

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