Schockanruf im Kreis Kusel: Seniorin verliert Zehntausende
- Eine 88-Jährige aus dem Kreis Kusel verlor nach einem Schockanruf mehrere zehntausend Euro. Betrüger hatten ihr einen schweren Unfall der Tochter und angeblich nötige Krankenhauskosten vorgetäuscht.
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Kreis Kusel. Am Dienstag, 20. Oktober, haben Betrüger einer 88-Jährigen aus dem Kreis Kusel mit einem Schockanruf mehrere zehntausend Euro abgenommen.
Die Täter behaupteten am Telefon, die Tochter der Seniorin sei bei einem schweren Unfall verletzt worden und müsse im Krankenhaus behandelt werden. Für ihre angeblich dringend nötige medizinische Versorgung sei sofort eine hohe Geldsumme erforderlich. Die Kriminellen setzten die Frau derart unter Druck, dass sie einem unbekannten Mann schließlich mehrere zehntausend Euro übergab, wie das Polizeipräsidium Westpfalz berichtet.
Der Betrug flog erst auf, als die 88-Jährige später selbst Kontakt zu ihrer Tochter aufnahm. Zu diesem Zeitpunkt waren die Täter mit dem Geld bereits verschwunden.
Die Polizei warnt vor solchen Schockanrufen: Kriminelle nutzen gezielt die Sorge um Angehörige aus und drängen auf schnelle Zahlungen. Wer einen verdächtigen Anruf erhält, sollte das Gespräch beenden, Angehörige unter einer bekannten Nummer kontaktieren und niemals Geld oder Wertsachen an Unbekannte übergeben. Bei Verdacht soll umgehend die Polizei unter 110 verständigt werden. Weder Polizei noch Krankenhäuser fordern am Telefon hohe Bargeldsummen von Angehörigen.
Autor:Anja Stemler aus Kusel-Altenglan |