Umbau-Sorgen & Ziel „Stabilität“: KSC-Eichner bastelt gegen Darmstadt
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Karlsruhe. KSC. Die Saison geht dem Ende zu, der KSC steht auf Platz 9 eher im Niemandsland der Tabelle, der Gegner am Sonntag (Anpfiff: 13.30 Uhr), Darmstadt 98, hat wohl nur noch geringe rechnerische Chancen auf einen Platz in den Aufstiegsrängen, allerdings als Art „Last Minute“. Denn die Hessen, als Tabellen-5., haben schon sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsrang. Kein Wunder ist das Interesse an diesem Spiel nicht gerade bombastisch: Im Vorverkauf wurden rund 28.000 Karten verkauft, das Spiel im Wildparkstadion dürfte dann auch nicht ausverkauft sein.
Umstellung im Kader
KSC-Trainer Eichner muss sein Team umstellen, denn Stephan Ambrosius ist raus mit seiner Verletzung aus dem Spiel gegen Hannover, einem Kreuzbandriss, die ihn monatelang außer Gefecht setzen wird. „Ein Schlag“, so Eichner, denn Ambrosius sei ein richtiger Verteidiger, der stets für die Mannschaft eingestanden sei, der „das verkörpert hat“, was die Position verlange. Dazu kommen noch weitere angeschlagene und verletzte Spieler, so dass das Trainerteam des KSC aktuell rund 20 Spieler im Kader hat. Trotzdem freue sich der Trainer auf das Spiel, versuche mit seiner Mannschaft, dies wieder „auf Augenhöhe zu bestreiten“. Wie der KSC spielen werde, ist bei Eichner immer ein Stück weit offen zwei Tage vor einem Spiel: Ob Paul Scholl, Nicolai Rapp, Viererkette: „Es gibt viele Optionen“! Scholl habe es unlängst bei seinem Einsatz ordentlich gemacht.
Allerdings gegen eine Mannschaft, einen „anspruchsvollen Gegner“, aber Eichner hofft, dass sein Team mit einer großen Portion Energie ins Stadion kommt. Wenn auch die individuellen Fehler im vergangenen Spiel – bei der Niederlage gegen Hannover – den Lauf für den Gegner vereinfacht haben. Das sei schon ein Thema, so Eichner, doch seine Mannschaft müsse dahin kommen, eine gewisse Stabilität zu erreicht. „Das haben wir auch oft genug thematisiert!“ Dies müsse sein Team „drastisch reduzieren“, um einen Schritt nach vorne zu kommen, auch in Zukunft – und dabei sprach er durchaus auch die Zeit nach ihm an.
Von wegen auslaufen lassen …
Doch Eichner werde in den verbliebenen Saisonspielen jetzt nicht mit einer B-Mannschaft spielen: „Ich finde, in dieser Situation ist es extrem wichtig, wie man sich verhält. Deswegen gibt es auch in der Phase keine größeren Rotationen. Das gab es bei mir noch nie. Ich finde, dass man gerade gegen Mannschaften, die noch im großen Zirkus mitspielen, sollte man schon mit der vollen Kapelle spielen. Und auch eine Haltung spielen, die dann auch dem gerecht wird, was das Spiel auch einfordert und was die Situation einfordert da oben.“ Eichner erwarte zwei Mannschaften, die auf Sieg spielen am Sonntag. „Wir werden definitiv auf Sieg spielen. Und ich glaube, der Gegner auch. Unabhängig der Situation. Und deswegen glaube ich, wird das Spiel im weiteren Verlauf zeigen, welche Seite da die Oberhand gewinnen wird. Ich rechne nicht mit einem Unentschieden am Sonntag, weil ich schon glaube, dass der Gegner dann auch am Ende all-in gehen wird.“
Wer aktuell von seinen Jungs auflaufe, sei nicht eine Entscheidung, wer kommende Saison noch sicher da sei, sondern, wer aktuell Leistung bringe. „Das stand bei mir immer ganz oben“, denn sobald das nicht der Fall sei, werde ein Trainer Probleme in der Kabine bekommen. Da gehe es nicht um 50-50-Entscheidungen, oder ob ein Spieler ein paarmal mehr spiele als ein anderer. „Bei mir ging es immer darum, sich das zu verdienen“, so die Ansage von Eichner. „Verdienen kann ich mir das auf dem Trainingsplatz, verdienen kann ich mir das durch Leistung im Stadion.“ Da sei Eichner durchaus ein Stück weit „alte Schule“, denn die sei nicht so verkehrt gewesen!
Ausblick
Dass der Verein den neuen Trainer verkünde, sei für die Spieler wichtig. „Ich glaube, wenn der Dominostein mal gefallen ist, dann ist es für alle, die nächstes Jahr noch hier sind, egal in welcher Rolle, dann ein sehr wichtiger Moment.“ Das sei unabhängig von Personen zu sehen.
Statistik
32 Spiele gab es zwischen den Teams; 15/8/9 bei 62 zu 39 Toren - in Bundesliga, 2. Liga, Pokal, 3. Liga, Regionalliga und bei einem Freundschaftsspiel.
Autor:Jo Wagner |
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