Karlsruher müssen nach Hamburg
Überlegungen in Sachen KSC-Aufstellung
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Karlsruhe. Am 31. Spieltag geht es für den Karlsruher SC zum Hamburger SV - und über 3.000 KSC-Anhänger sind dabei, wenngleich der Heimverein - ein Unding - das Kontingent für Gästefans deutlich reduziert hat! Normalerweise stehen 10 % der Kapazität des Stadions den Gästen zur Verfügung - nur dieses Mal nicht in Hamburg!
Die Karlsruher wollen punktemäßig zulegen, auch wenn KSC-Trainer Christian Eichner den Ausfall von Marcel Franke ersetzen muss.: "Das ist wirklich ein herber Schlag für uns zur Stunde." Dazu sei noch offen, wer im Sturm auflaufen wird: Jugend, Routiniers oder eine Mischung. Da ließ sich der Trainer noch nicht in die Karten schauen.
Bangemachen gilt nicht
"Wir fahren natürlich mit einer großen Portion Optimismus nach Hamburg", so Eichner, "werden versuchen, am Sonntag ein ähnlich offenes Spiel daraus zu machen, wie wir es die letzten Jahre öfters geschafft haben." KSC-Fans erinnern sich noch, da mit der Hinspielniederlage noch eine Rechnung offen ist mit den Rothosen! "Ich erlebe den HSV aus der Ferne tatsächlich sehr stabil", so Eichner, "deswegen gehe ich da schon darauf ein, dass am Sonntag eine sehr stürmische HSV-Mannschaft antreten wird, die sicherlich auch mit einem Sieg gegen uns einen großen Schritt in Richtung Bundesliga-Rückkehr machen kann."
Mit einer ansprechenden und engagierten Leistung könne der KSC aber was reißen: "Wir haben auswärts enorm Luft nach oben, von unserem Spiel und auch von den Ergebnissen her", so Eichner, der sich auch in Sachen System nicht in die Karten blicken ließ: Dreier- oder Viererkette?!
Neuer Sportgeschäftsführer und Trainer tauschen sich aus
Eichner zeigte sich erfreut, dass der Verein mit Mario Eggimann eine Lösung gefunden habe, auch in einer Phase, in der jetzt viele Dinge auch für die neue Saison auf den Weg gebracht würden. Eichner und Eggimann spielten lange zusammen, in der sie "auch sehr erfolgreich unterwegs waren", so Eichner. "Er hat dann einen anderen Weg erst mal eingeschlagen in den Spielerberater-Bereich und sicherlich den Fußball auch über diese Phase begleitet und ist letztes Jahr wieder zurückgekehrt als Vizepräsident."
Die erste gemeinsame Woche in neuen Positionen sei sehr konstruktiv gewesen, sie seien sehr schnell auch in den Austausch gegangen, was diese Themen dann auch anbelangt für die neue Saison. "Ich glaube, wir haben ganz, ganz viele Dinge direkt mal auf den Tisch gelegt, die extrem wichtig sind", so Eichner. Eggimann habe zwar die Mannschaft schon länger begleitet, aber aus einer anderen Position heraus - als Vizepräsident. Er sei "irgendwie direkt dabeigewesen", war aber trotzdem eher in einer Außenperspektive, so Eichner, doch jetzt gehe es um die nächste Saison, weil da einfach sehr, sehr wichtige Entscheidungen getroffen werden müssen. "Da haben wir uns relativ schnell auf den Weg gemacht. Was ich mir von ihm erhoffe, ist Ähnliches wie früher als Kapitän, dass er eine Führungsrolle einnimmt, dass er vorne weg geht, dass er im Endeffekt auf dieser Ebene, die er einnimmt, dann auch dieses Gesicht nach draußen darstellt und Doppelpass spielt mit dem Trainerteam, mit der Mannschaft - und da einfach diese Rolle einnimmt, die wir von ihm erhoffen und auch erwarten", so Eichner.
Zum Spiel
Sollte Sebastian Jung nicht spielen können oder nicht hundertprozentig fit sein, wird ganz normal Rafael Pedrosa in Hamburg beginnen. Er hat die Erfahrung schon auf Schalke gesammelt, was die Kulisse anbelangt. Am Sonntag wird er versuchen, seine beste Leistung gegen den Kollegen Dompé zu bringen, wie er das in allen anderen Spielen auch versucht und vor allen Dingen gezeigt hat, erläuterte Eichner, der zugab, dass die Saison bisher total unterschiedliche Wellenbewegungen habe, "mit einem herausfordernden Sommer, mit einem fantastischen Weihnachtsfest, mit einem sicherlich herausfordernden Neujahrsstart und ich glaube, wenn wir alles zusammennehmen, da spreche ich zumindest stellvertretend für ganz, ganz viele, haben wir bis hierher eine sehr stabile Saison gespielt." Erfreulich sei, dass der KSC das erste Mal in den fünfeinhalb Jahren nicht einmal da war, wo das Wasser "sehr unangenehm steigt. Aber keine Sorge, ich habe nicht vergessen, dass wir in der Winterpause Zweiter waren und jetzt Neunter!"
Autor:Jo Wagner |
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