KSC will mit typischen Tugenden Wolfsburg knacken
- KSC-Trainer Maximilian Senft
- Foto: KSC
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Karlsruhe. KSC. Am Samstag, 29. August 2026, empfängt der Karlsruher SC um 13 Uhr den VfL Wolfsburg, den Bundesliga-Absteiger, dessen erklärtes Ziel es ist schnellstmöglich wieder in die Erste Liga zu kommen. Schiedsrichter Lars Erbst aus Gerlingen leitet das Spiel.
Am 2. Spieltag ist es zumindest von den Tabellenplätzen her ein Topspiel: Der Tabellendritte spielt gegen den Tabellenvierten. Auch Wolfsburg, das sich nach dem Abstieg gewissermaßen runderneuert hat, hat unter Neu-Trainer Tobias Strobl (wurde auch mal in Karlsruhe als Eichner-Nachfolger genannt) einen guten Start in die Saison geliefert: 4 Punkte stehen auf der Habenseite, wie beim KSC.
Wird es ein volles Wildparkstadion?
Wolfsburg ist jedoch aktuell bei den KSC-Fans nicht die große Zugnummer; Stand Donnerstag waren 27.000 Karten weg, die Tageskassen sind daher zum Spiel geöffnet. Doch KSC-Trainer Maximilian Senft warnt vor einem unbequemen Gegner, der in der Situation sei, „aufsteigen zu müssen“. Das sei für das Team eine schwierige, herausfordernde Phase, die es aber von Woche zu Woche wohl besser meistern werde. Da sei es vielleicht ein kleiner Vorteil, so früh in der Saison auf diesen Gegner zu treffen. Denn der VfL habe viel Offensivqualität. Das bringe den KSC eher in die „Underdog-Rolle“, doch der KSC habe jene Tugenden, die man dafür brauche: viel Kampfgeist, viel Mut, viel Laufbereitschaft. „Drei Schlüsseltugenden, die es braucht, um drei Punkte gegen Wolfsburg zu holen.“
Damit das auch klappen kann, hat Senft bei der Aufstellung nach dem Pokalspiel gewissermaßen die „Qual der Wahl“, denn auch Egloff ist wieder im Training, der Trainer ist „vorsichtig optimistisch“, dass der Zustand bis zum Spiel hält. Zwei weitere Spieler haben mit Sprunggelenksproblemen zu kämpfen, hätten sich aber durchgebissen und Teile des Trainings absolviert. Da stehe die finale Entscheidung noch aus. Doch auch bei Fukuda und Ben Farhat stünden die Zeichen gut, sie hatten eine „ordentliche Trainingswoche“ bislang.
Wolfsburg überzeugte bislang in den Liga-Spielen defensiv (1 zu 0 beim Derby-Sieg in Hannover, davor ein 0 zu 0 gegen den FCK), im Pokal war die Abwehr dann doch „offenherziger“ beim Regionalligisten Altglienicke (3 zu 3 nach 120 Minuten, Weiterkommen im Elfmeterschießen).
KSC muss bei seiner Linie bleiben
Wolfsburg habe „eine gewisse Art und Weise, ihr Spiel zu gestalten“. Da müsse der KSC gute Ideen dagegenhalten, um nicht zu verwundbar zu sein, „aber auch die haben verwundbare Punkte“, so Senft, der aber nicht näher auf taktische Einzelheiten eingehen wollte. Doch der KSC müsse sein Spiel durchziehen, „voll und ganz: Dann können wir Tore erzählen, unabhängig vom Namen des Gegners!“ Der Auswärts-Auftritt des KSC im Pokal, als in der zweiten Hälfte das Tempo angezogen werden musste, sei jedoch nicht mit dem Heimspiel am Samstag zu vergleichen. Dennoch sei positiv, dass der KSC aus dem Spiel rausziehen könne, dass man Vertrauen in die eigene Stärke habe, „dass wir auch schwierige Situationen ruhig bestreiten können und unsere Kernidee nicht verlassen“, betonte Senft. In vielen Phasen würde die Mannschaft schon viel „von unserer Kernidee zeigen“, wenngleich noch nicht die gewünschte Konstanz erreicht sei. Doch „wir wollen uns permanent weiterentwickeln“, auch wenn das durchaus dem Streben nach einem Ideal gleiche, dass nie ganz erreicht werden könne.
Thema Verpflichtungen
Noch ist das Transferfenster geöffnet: Tut sich in Sachen Zu- oder Abgang noch etwas beim KSC? „Wir sind in diesen Tagen handlungsfähig“, so Senft, der die Frage erwartet hatte: „Wir haben verschiedene Möglichkeiten, wie wir den Kader noch adaptieren.“ Das beinhalte auch das Szenario, wenn sich auf einer Position im Team etwas verändere, dass der Verein plane. Was durchaus die Situation offen lässt, dass der KSC noch reagiere auf dem Markt. Wichtig sei, so Senft, dass der Verein sich professionell auf alle Szenarien vorbereitet.
Blick auf die Bilanz
Elf Spiele (5 Pokal-Aufeinandertreffen) gab es zwischen den Teams bislang in der Geschichte; mit 6/1/4 bei 21:17 Toren hat der KSC leicht die Nase vorn. Zuletzt traf man sich 2013 im Pokal, in der noch nie in der 2. Liga!
www.ksc.de
Autor:Jo Wagner |
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