KSC vor Hannover-Spiel: Franke ordnet Lage ein
- Der Karlsruher SC bereitet sich auf das Auswärtsspiel bei Hannover 96 vor.
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Karlsruhe. Der Karlsruher SC geht nach der ersten Saisonniederlage mit Innenverteidiger Marcel Franke in die Vorbereitung auf das nächste Spiel bei Hannover 96. In einem Interview auf ksc.de sprach der Vizekapitän über das 2:5 gegen den VfL Wolfsburg, die Stimmung im Team und seine Rolle als Führungsspieler.
Franke beklagt vermeidbare Gegentore
Franke erklärte, der KSC habe gegen einen starken Gegner in der Anfangsphase ordentlich dagegengehalten und Wolfsburg phasenweise das eigene Spiel aufgedrückt. Zugleich habe der Gegner Fehler konsequent ausgenutzt, wenn die Mannschaft nicht bei 100 Prozent gewesen sei. Das Ergebnis sei aus seiner Sicht um mehrere Tore zu hoch ausgefallen; mit mehr Spielglück wäre auch ein Unentschieden möglich gewesen.
Der Innenverteidiger sagte, er sehe sich Spiele meist am selben oder am folgenden Tag vollständig noch einmal an. Anschließend bespreche er einzelne Szenen mit Mitspielern und Trainern. Fünf Gegentore seien schmerzhaft, einige Treffer aber vermeidbar gewesen.
Teamstimmung trotz Niederlage stabil
Auf die Atmosphäre in der Mannschaft habe die Niederlage laut Franke keinen nachhaltigen Einfluss gehabt. Nach einem deutlichen Ergebnis sei die Enttäuschung zunächst vorhanden, die Mannschaft habe aber das Gefühl gehabt, dass mehr möglich gewesen sei. Franke verwies darauf, dass die Spielidee in den vergangenen Wochen funktioniert habe. In diesem Zusammenhang betonte er, dass jeder Spieler im Kader gebraucht werde.
Blick auf Hannover 96
Mit Hannover 96 wartet nach Einschätzung Frankes ein weiterer Gegner mit großer Qualität. Der Trainer der Niedersachsen verfolge einen klaren Plan, der sich über Ballbesitz definiere. Der KSC müsse deshalb viel gegen den Ball arbeiten, Intensität ins Spiel bringen und durch frühes Anlaufen Ballgewinne erzwingen. Defensiv sei das Ziel, wieder weniger Gegentore zuzulassen, idealerweise keines.
Franke spielte vor seiner Zeit beim KSC drei Jahre für Hannover 96. Mit dem Verein und der Stadt verbinde er auch private Erinnerungen, weil seine Kinder dort geboren wurden. Wenn es zeitlich möglich sei, verfolge er Spiele von 96. Spieler aus seiner damaligen Zeit seien nicht mehr im Kader, im Umfeld gebe es aber noch mehrere bekannte Gesichter.
Keine Bedeutung für frühere KSC-Bilanz
Die zuletzt schwierigen Auswärtsspiele des KSC in Hannover spielen für Franke in der Vorbereitung keine Rolle. Jede Partie beginne unabhängig von vorherigen Ergebnissen neu. Beide Mannschaften hätten sich verändert, entscheidend seien für ihn die Trainingsarbeit, der Plan des Trainers und eine gute Vorbereitung auf die Partie.
Rolle als Vizekapitän
Franke ist auch in dieser Saison Vizekapitän des KSC. Im Spielerrat sieht er seine Aufgabe darin, vor allem jüngere Spieler zu unterstützen und eigene Erfahrungen weiterzugeben. Vor dem Derby auf dem Betzenberg hätten einige Spieler gefragt, wie es sei, vor 50.000 Zuschauern zu spielen. Gemeinsam mit Kapitän Marvin Wanitzek wolle die Gruppe der Führungsspieler die Mannschaft bestmöglich unterstützen.
In der Zusammenarbeit mit jüngeren Spielern hebt Franke deren Fleiß und Entwicklung hervor. Als Beispiel nannte er Paul Scholl, dessen Fortschritte in der vergangenen Saison ihn an seine eigenen Anfänge erinnerten. Erfahrene Spieler könnten den jüngeren mit Erfahrung helfen, junge Spieler brächten Energie auf den Platz. [red]
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |