Deutsche Frauen-Nationalmannschaft vor Härtetest in Karlsruhe
- Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft bereitet sich auf das Heimländerspiel in Karlsruhe vor.
- Foto: Anouar Touir
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Frauenfußball. Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft steht vor dem ersten von zwei Heimländerspielen gegen internationale Topteams im Oktober. In Karlsruhe trifft das Team von Bundestrainer Christian Wück auf Australien.
Wück erwartet von den Partien gegen die Finalisten des Asiencups wichtige Erkenntnisse mit Blick auf die weitere Entwicklung der Mannschaft. Die Spiele könnten nach seiner Einschätzung zeigen, welche Anforderungen bei einer Weltmeisterschaft auf das Team zukommen.
Ausfälle und wenig Spielzeit als Herausforderung
Der Bundestrainer verwies auf personelle Schwierigkeiten. Einige nominierte Spielerinnen seien bei ihren Vereinen keine Stammkräfte, zudem gebe es Verletzungsausfälle. Dennoch sieht Wück viel Qualität in einer jungen Mannschaft. Gegen das erfahrene australische Team werde es darauf ankommen, wie die Spielerinnen mit Drucksituationen umgehen.
Wück kündigte an, möglichst vielen Spielerinnen Einsatzzeit geben zu wollen. Rückkehrerin Cora Zicai soll dabei ebenso berücksichtigt werden wie Nicole Anyomi, die als Mittelstürmerin eingeplant ist. Die Spiele seien zwar kein Casting für die Weltmeisterschaft, die Verantwortlichen würden aber Rückschlüsse über das Verhalten mit und ohne Ball sowie über das Zusammenspiel einzelner Spielerinnen ziehen.
Nations League bleibt im Blick
Neben der langfristigen Entwicklung soll auch die Nations League nicht in den Hintergrund geraten. Über den Wettbewerb kann sich die Auswahl für die Olympischen Spiele in Los Angeles qualifizieren. Wück fordert Verbesserungen sowohl in der Offensive als auch in der Defensive.
Neu im Aufgebot ist Lisa Baum. Sie habe sich laut Wück mit ihren Leistungen für die Nationalmannschaft empfohlen und soll nun zeigen, ob sie auf diesem Niveau bestehen kann.
Mahmutovic hofft auf dritten Länderspieleinsatz
Torhüterin Ena Mahmutovic steht vor ihrem dritten Einsatz für Deutschland und hofft gegen Australien auf ein Spiel ohne Gegentor. An ihrer Vorbereitung wolle sie trotz der besonderen Bedeutung eines Länderspiels nichts ändern.
Von Ann-Katrin Berger habe sie bereits Hinweise erhalten, sagte Mahmutovic. Die Ruhe der erfahrenen Torhüterin auf dem Platz sei für die jüngeren Keeperinnen im Kader hilfreich. Mahmutovic erklärte ihren eigenen Fortschritt auch mit zunehmender Spielpraxis, etwa bei einem Champions-League-Spiel mit Bayern vor 60.000 Zuschauern im Camp Nou um den Einzug ins Finale. [red]
Autor:Fußball im Südwesten: Vereinsnachrichten & Ergebnisse aus Rheinhessen |