Spätfolgen verhindern, Neuinfektionen vermeiden
Infos am Welthepatitis-Tag 2018

Untersuchung beim Arzt
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  • Foto: Techniker Krankenkasse
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Gesundheit. Leberentzündungen durch Hepatitis B- und C-Viren können chronisch werden und unbehandelt zu Komplikationen wie Leberzirrhose und Leberkrebs führen. Tückisch ist der oft über lange Zeit unauffällige Verlauf dieser Infektionen. Infizierte Menschen ahnen oft nichts von ihrer Erkrankung. Daher ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen.

Botschaft des diesjährigen Welthepatitistages am 28. Juli ist es, unentdeckte Hepatitis-Infektionen zu finden, diese früh zu behandeln, Spätfolgen zu verhindern und Neuinfektionen zu vermeiden. Mit dem Motto „Hepatitis: Findet die fehlenden Millionen!“ ruft die "World Hepatitis Alliance" (WHA) in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit dazu auf, sich über Risiken, Schutz- und Diagnosemöglichkeiten der viralen Leber-Infektionskrankheit Virushepatitis zu informieren.

Im Jahr 2017 wurden 968 Hepatitis-C und 876 Hepatitis B-Nachweise in Baden-Württemberg gemeldet: 80 bis 90 % aller Hepatitis B-Infektionen werden durch Geschlechtsverkehr übertragen. Testen sollten sich vor allem ungeimpfte Personen mit häufigem ungeschützten Geschlechtsverkehr und Personen aus Ländern, in denen vermehrt Hepatitis-B-Erkrankungen auftreten.

Als wichtigster Schutz gegen eine Hepatitis-B-Infektion gilt die Hepatitis-B-Impfung. Die Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission beinhalten neben den Impfungen für Gruppen mit erhöhtem Infektionsrisiko eine Hepatitis-B-Grundimmunisierung im Säuglings- und Kleinkindalter und das Nachholen der Grundimmunisierung bis dahin noch ungeimpfter Kinder und Jugendlicher möglichst vor der Pubertät, spätestens aber bis zum 18. Lebensjahr. (rpk)

Infos: Hepatitis C wird vor allem durch Blutkontakte übertragen. Zu den besonders betroffenen Gruppen gehören Personen, die sich Drogen injizieren, HIV-Infizierte und Haftinsassen. Eine Impfung gegen Hepatitis-C gibt es nicht. Jedoch ist die Hepatitis-C-Infektion dank neuer Medikamente heute häufig heilbar. Seit 2014 wurde eine Reihe von neuen Medikamenten zugelassen, welche verträglicher sind und über 90% der Betroffenen schon beim ersten Therapieversuch dauerhaft von ihrer Infektion befreien - Ärzte informieren darüber.

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