Karlsruhe kontrolliert jetzt häufiger in Spielstraßen und Wohnquartieren

In Wohnquartieren und verkehrsberuhigten Bereichen will Karlsruhe in den Sommermonaten genauer kontrollieren, damit Schrittgeschwindigkeit und Rücksicht eingehalten werden. | Foto: Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin
  • In Wohnquartieren und verkehrsberuhigten Bereichen will Karlsruhe in den Sommermonaten genauer kontrollieren, damit Schrittgeschwindigkeit und Rücksicht eingehalten werden.
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Karlsruhe. Wenn in den Sommermonaten wieder mehr Menschen vor der Haustür unterwegs sind, will die Stadt Karlsruhe in verkehrsberuhigten Bereichen genauer hinschauen. In den kommenden Wochen und Monaten verstärkt sie dort Verkehrskontrollen, damit Regeln wie die Schrittgeschwindigkeit eingehalten werden.

In verkehrsberuhigten Bereichen teilen sich viele Menschen denselben Raum. Kinder spielen im Freien, Familien halten sich länger draußen auf, auch ältere Menschen, Radfahrende und Autofahrende sind dort unterwegs. Bürgermeister Dr. Albert Käuflein betont: „Verkehrsberuhigte Bereiche sind Orte der Begegnung. Hier teilen sich Kinder, Familien, ältere Menschen, Radfahrende und Autofahrende denselben Raum. Damit dieses Miteinander funktioniert, braucht es gegenseitige Rücksichtnahme und die konsequente Einhaltung der Regeln“.

Schrittgeschwindigkeit ist Pflicht, nicht Empfehlung

In verkehrsberuhigten Bereichen gilt Schrittgeschwindigkeit. Fußgängerinnen und Fußgänger dürfen außerdem die gesamte Verkehrsfläche nutzen. Die Stadt Karlsruhe verweist darauf, dass diese Regeln besonders Menschen schützen sollen, die sich dort aufhalten, vor allem Kinder.

Nach Einschätzung der Stadt zeigt die Praxis, dass die vorgeschriebene Geschwindigkeit nicht immer eingehalten wird. Gerade in Wohngebieten könne das schnell gefährlich werden. Deshalb kündigt Karlsruhe verstärkte Kontrollen an.

Käuflein erklärt: „Wer in einem verkehrsberuhigten Bereich unterwegs ist, muss jederzeit damit rechnen, dass Kinder die Fahrbahn queren oder Menschen den Straßenraum nutzen. Deshalb ist die Schrittgeschwindigkeit keine Empfehlung, sondern eine verbindliche Regel zum Schutz aller“. Er ergänzt: „Mit den verstärkten Kontrollen wollen wir das Bewusstsein für diese Verantwortung schärfen und die Sicherheit insbesondere für Kinder und Familien weiter erhöhen“.

Die Kontrollen sollen laut Stadt vor allem präventiv wirken. Sie sollen die Akzeptanz der Regeln stärken und die Schutzfunktion verkehrsberuhigter Bereiche sichern. Käuflein sagt dazu: „Verkehrssicherheit ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Jeder kann durch sein Verhalten dazu beitragen, dass unsere Wohnquartiere sicher und lebenswert bleiben. Rücksichtnahme, Aufmerksamkeit und die Einhaltung der Verkehrsregeln sind die Grundlage für ein gutes Miteinander im Straßenverkehr“.

Außerdem setzt die Stadt Karlsruhe nach eigenen Angaben weiter auf einen Mix aus Aufklärung, Prävention, sicherer Infrastruktur und konsequenter Überwachung dort, wo Verstöße die Sicherheit anderer gefährden. Käuflein betont: „Unser Ziel ist nicht, möglichst viele Verstöße festzustellen. Unser Ziel ist es, Menschen zu schützen. Gerade dort, wo Kinder spielen und Familien unterwegs sind, müssen sich alle darauf verlassen können, dass die Regeln eingehalten werden.“

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Autor:

Heike Schwitalla aus Germersheim

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