Karlsruhe geht weiter auf internationalen Wegen
Innovativer Einsatz und Initiative der European Organisation for Sustainable Development (EOSD) in Uganda

Karlsruhe wird dank Initiative und Einsatz der European Organisation for Sustainable Development (EOSD) immer internationaler – im Rahmen von Vereinbarungen mit der ugandischen Regierung und unter Einbindung des Fraunhofer-Instituts in Pfinztal wurde ein Deutsch-Ugandisches Zentrum für Erneuerbare Energien mit der Makerere Universität in Kampala geschaffen. Auch mit
Hilfe dieses Projektes sollen die Türen für Startups in Uganda und Karlsruhe für eine innovative Zusammenarbeit geöffnet werden.

Schon seit vielen Jahren arbeitet die EOSD eng und erfolgreich mit der Gründerallianz Karlsruhe und der Stadt Karlsruhe zusammen, um insbesondere Startups und junge Unternehmen sowohl in Deutschland als auch in Afrika zu unterstützen und zu vernetzen. Wesentliches Ziel ist, sich gegenseitig Zugang zum Markt zu verschaffen und gemeinsame Lösungen für die globalen Herausforderungen zu entwickeln.
Mattia Kasaija, Minister für Finanzen und Wirtschaft Ugandas, hat im Rahmen seines Karlsruhe-Besuchs bereits 2018 mit der EOSD ein historisches Abkommen unterzeichnet, das unter anderem zur Entwicklung eines nachhaltigen Finanzsektors, zum Aufbau eines Ökosystems für Technologie-Startups sowie zur Entwicklung eines modernen Energiesektors dient. Der Energiesektor soll leistbare, zuverlässige und nachhaltige Energie liefern. Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup unterzeichnete das Abkommen mit und unterstrich damit das Engagement der Stadt. Ziel ist, Unternehmen aus der TechnologieRegion den Marktzugang zu aufstrebenden und wachstumsstarken Volkswirtschaften weltweit zu verschaffen.

Für den Gegenbesuch nach Uganda reisten Arshad Rab, CEO der EOSD, und der Karlsruher Stadtrat Tom Høyem, der Vorstandsmitglied des “Board of SSCI“ (Sustainability Standards & Certification Initiative) und dänischer Minister a.D. ist, Anfang September 2019 nach Kampala. Gemeinsam mit Minister Kasaija und dem Gouverneur der Zentralbank von Uganda, konnten auch hier die Standards bei den
Kreditinstituten und den Strukturbanken implementiert werden.

„Die EOSD feiert 2020 ihr 10-jähriges Bestehen in Karlsruhe mit mehr als 100 Teilnehmern aus mehr als 25 Ländern aus aller Welt. Nicht nur der Name Karlsruhe, sondern auch die Worte ‚nachhaltige Entwicklung‘ zusammen mit Karlsruhe haben unsere Stadt via EOSD auf die Karte für globale Finanznachhaltigkeit gesetzt, die Ökonomie und Ökologie in einem einzigartigen Sinne vereint, was wir stolz das Karlsruher Klima und Umweltmodell für die Zukunft nennen können“, sagt Tom Høyem.

„Karlsruhe ist bekannt als Ort guter Ideen – das gilt insbesondere auch für das durch die EOSD entwickelte Zertifizierungsverfahren SSCI für nachhaltige und werteorientierte Kreditinstitute und Strukturbanken“, betont Arshad Rab. Dieser Handlungsansatz werde zwischenzeitlich weltweit verfolgt. Darüber hinaus arbeite die EOSD mit internationalen, nationalen und lokalen Unternehmen in Karlsruhe eng vernetzt an relevanten Zukunftsthemen, wie z. B. der Digitalisierung. „Um allen Akteuren den Zugang zu neuen Technologien, Innovationen und neuen Geschäftsmodellen zu verschaffen. Dies ist insbesondere wichtig, um Asien und Afrika mit auf den Weg einer nachhaltigeren Wirtschaft zu nehmen.“

Bildtext: (Von links) Tom Høyem, Stadtrat in Karlsruhe, Dr. Frank Mentrup, Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe, Arshad Rab, CEO, EOSD, Patricia Ojangole, 1. Vorstandsvorsitzende African Assocation of Development Finance Institutions (AADFI) und Octavio Peralta, Generalsekretär Association of Development Financing Institutions in Asia and the Pacific (ADFIAP).

Autor:

Corina Neuer-Veit aus Karlsruhe

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