Finanzdruck: Karlsruhe stoppt Gratis-Hundekotbeutel
- Der bisherige Vorrat an Hundekotbeuteln in Karlsruhe ist aufgebraucht. (Archivbild)
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Karlsruhe. Hundehalter in Karlsruhe bekommen die Finanzlage der Stadt direkt zu spüren: Kostenlose Hundekotbeutel gibt es bis auf weiteres nicht mehr. Der Vorrat ist aufgebraucht, eine neue Bestellung hängt an der noch ausstehenden Genehmigung des Haushalts.
Die Stadt darf nach eigenen Angaben aktuell nur Leistungen bezahlen, zu denen sie rechtlich verpflichtet ist oder die für notwendige Aufgaben unaufschiebbar sind. «Die Beschaffung von Hundekotbeuteln fällt nicht unter diese Kategorie.»
Karlsruhe stoppt die Ausgabe wegen der Haushaltslage
Der Gemeinderat hatte den Doppelhaushalt 2026/2027 kurz vor Weihnachten beschlossen. Er liegt aber weiterhin beim Regierungspräsidium Karlsruhe zur Genehmigung.
Zusätzlichen Druck erzeugt der Einbruch bei den Einnahmen: Mitte Februar informierte die Stadt über einen drastischen Rückgang der Gewerbesteuer um insgesamt 50 Millionen Euro. Damit braucht Karlsruhe nach eigenen Angaben Maßnahmen, die über die ursprüngliche Haushaltsplanung hinausgehen.
Kein Freibrief: Kot muss auch ohne Beutel weg
Das Gartenbauamt teilte mit, der Vorrat an Hundekotbeuteln sei vollständig aufgebraucht. «Eine Bestellung kann erst nach Genehmigung des Haushalts erfolgen».
An der Pflicht zum Aufräumen ändert das nichts: Die Straßen- und Anlagenpolizeiverordnung gilt nach Angaben der Stadt normal weiter. «Diese besagt, dass jede Person, die einen Hund ausführt, verpflichtet ist, den Kot unverzüglich zu entfernen und ordnungsgemäß zu entsorgen.» dpa.
Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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