Virtuelle Bürgersprechstunde
Thomas Gebhart informierte zu aktuellen Themen aus Berlin

Thomas Gebhart

Landkreis Germersheim/Südpfalz. Schon seit Beginn der Pandemie informiert der Bundestagsabgeordnete Thomas Gebhart regelmäßig interessierte Bürger per Videokonferenz über aktuelle Themen aus Berlin. In der alten Bundesregierung tat er dies noch als Staatssekretär im Gesundheitsministerium und ausgewiesener Corona-Experte, am vergangenen Montag nun erstmals als Oppositionspolitiker und neues Mitglied des Ausschusses für Klimaschutz und Energie - für den er auch als Obmann seiner Fraktion fungiert.

Klimaschutz auf Kosten der Verbraucher?

Dementsprechend hatte die Bürger, die sich am Montag an den Bildschirmen einfanden, auch Fragen und Anmerkungen zu beiden Themen. In Sachen Klimaschutz und Energie machen den Bürgern vor allem die steigenden Stromkosten sorgen und die Frage, woher der Strom nach dem für 2030 geplanten Kohle-Ausstieg überhaupt noch kommen soll. Gerade auch jetzt, wo sich im Konflikt mit Russland zeigt, wie politisch abhängig man sich durch den Fokus auf Gaskraftwerke macht. Der Ausstieg aus der Kernenergie sei entschieden und den werde auch keine Regierung rückgängig machen, so Thomas Gebhart, aber man müsse nun darüber nachdenken, wie man mit Gas, Wasserstoff und erneuerbaren Energien einen cleveren Mix zur sicheren und erschwinglichen Stromerzeugung schaffen kann, betonte der Pfälzer Bundespolitiker, der es durchaus auch plausibel findet, dabei auf regionale Strukturen und die Stärkung kleinerer Anbieter zu setzen. Er sehe gerade die Entwicklung neuer Energieformen und Versorgungsmodelle als riesige Chance für die Wirtschaft in der Südpfalz - auch weil mit Daimler Trucks einer der größten Arbeitgeber der Region vermehrt auf Elektro- und Wasserstoffantriebe setze. "Man darf sich jetzt nicht nur aus eine Technologie fokussieren", ist Gebhart sich sicher. "Denn damit nimmt sich damit alle Chancen, man weiß ja nicht, wohin die Entwicklung geht. Daher bin ich dafür, dass wir gerade was Energie und Klimaschutz betrifft alle Technologien und Forschungen fördern und unterstützen."

Kein Zweifel an der Corona-Impfung

Aber natürlich war auch Corona ein Thema, das die Bürger am Montag im Gespräch mit Thomas Gebhart beschäftigte. So macht Sorge, dass eine partielle Impfpflicht in der Pflege für Engpässe in der Versorgung der Patienten führen könne, dafür zeigte Gebhart Verständnis und versprach, diese Gedanken mit nach Berlin zu nehmen. Kritikern der derzeitigen Corona-Politik nahm Gebhart jedoch sofort den Wind aus den Segeln. Auch wenn man über eine Impfpflicht - im Hinblick auf ihre Verhältnismäßigkeit - diskutieren könne und müsse, gebe es im Hinblick auf die Sinnhaftigkeit der Corona-Impfung an sich keine Zweifel: "Der Großteil der Intensivpatienten sind nun einmal Nichtgeimpfte,  obwohl sie in der Bevölkerung in der Minderheit sind", betonte Gebhart. "Viele Menschen leiden unter vollen Intensivstationen - nicht nur das Pflegepersonal. Operationen können nicht durchgeführt werden, auch bei Kindern. Daher machen mich unsachliche Argumente gegen die Corona-Impfung ärgerlich und traurig", sagte er. Wenn man objektiv spreche und die Fakten analysiere, müsse man einfach für die Corona-Impfung sein, fasste der CDU-Politiker die Sachlage zusammen.

Autor:

Heike Schwitalla aus Germersheim

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