Nach Derby-Eklat gegen Waldhof: Aufarbeitung beim FCK läuft – Spiel auf St. Pauli im Fokus

Will sich wieder auf den Sport konzentrieren: FCK-Trainer Torsten Lieberknecht. (Archivbild) | Foto: Swen Pförtner/dpa
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FCK. Für Fans des 1. FC Kaiserslautern bleiben nach dem Pokal-Derby in Mannheim vor dem Auswärtsspiel beim FC St. Pauli wichtige Fragen offen: Der Verein arbeitet die Vorfälle weiter auf und will sich erst später äußern.

Nach dem 1:0-Erfolg nach Verlängerung im DFB-Pokal war die Lage im Carl-Benz-Stadion nach 90 torlosen Minuten eskaliert. Nach einer Rudelbildung zwischen Spielern auf dem Rasen und Anfeindungen und Becherwürfen von der Haupttribüne auf den Bereich um die Ersatzbank der Gäste schossen einige FCK-Anhänger Böller in den Sitzplatzbereich. Danach stürmten Mannheimer Fans auf den Platz. Auch berittene Polizisten mussten einschreiten, um die Situation zu beruhigen. Zeitweise drohte ein Abbruch der Partie.

FCK stimmt Aufarbeitung mit DFB und Waldhof ab

Der Zweitligist wollte vor dem Spiel beim FC St. Pauli am Sonntag, 30. August, um 13.30 Uhr keine konkreten Antworten zu den Vorfällen geben. Auch eine angeblich verwüstete Gäste-Kabine ist Teil der offenen Fragen.

„Wir befinden uns in der Aufarbeitung der Vorfälle“, sagte FCK-Pressesprecherin Ann-Kathrin Beisiegel-Hauck. Das geschehe in Abstimmung mit den eigenen Fans, dem DFB, den zuständigen Behörden und dem SV Waldhof Mannheim. Der Verein bitte daher um Verständnis, dass er alles, was neben dem Platz in Mannheim passiert sei, derzeit nicht weiter kommentieren wolle.

Lieberknecht richtet Blick auf St. Pauli

Trainer Torsten Lieberknecht bemühte sich, den Fokus auf das Sportliche und die Aufgabe in Hamburg zu legen. „Für mich war der Abend mit allem, was ich dort nach dem Spiel besprochen und in die Kameras gesagt habe, abgehakt“, sagte er.

Sportlich sucht der FCK weiter nach mehr Durchschlagskraft in der Offensive. Zweimal blieb Kaiserslautern zuletzt ohne eigenes Tor. Gegen den VfL Wolfsburg und den Karlsruher SC endeten die Partien jeweils 0:0.

Neue Optionen in der Offensive

Mit Mario Sauer vom FC Toulouse bekommt Lieberknecht eine zusätzliche Möglichkeit im Angriff. Milos Lukovic soll perspektivisch ebenfalls helfen, ist aktuell aber noch keine Option. Der Trainer verwies auf Muskelprobleme und fehlende Einheiten im Mannschaftstraining.

„Deshalb müssen wir mit ihm sehr achtsam umgehen“, sagte Lieberknecht über Lukovic. Auch Naatan Skyttä wegen einer Knieverletzung und Ivan Prtajin nach einem Achillessehnenriss fallen weiter aus. dpa/red

Autor:

Ralf Vester aus Kaiserslautern

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