Lotte Heiner wird 75. Weingräfin des Leiningerlandes
- Lotte Heiner
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Grünstadt/Sausenheim. Wenn im Sommer auf dem Luitpoldplatz wieder der Grünstadter Weinwettstreit eröffnet wird, dann wird dort auch ein neues Kapitel Weingräfinnen-Geschichte geschrieben. Lotte Heiner aus Sausenheim wird im Juli 2026 das Amt der 75. Weingräfin des Leiningerlandes übernehmen. Damit kommt die künftige Repräsentantin der Weinregion bereits zum neunten Mal aus dem Grünstadter Stadtteil. Die Entscheidung ist jetzt gefallen. Nach einem Kennenlernbesuch im Januar und nach der Beratung im Weinwettstreitausschuss der Stadt Grünstadt am 25. Februar 2026 wurde Lotte Heiner als Nachfolgerin von Madeleine Heitz, der amtierenden 74. Weingräfin des Leiningerlandes, ausgewählt. Eine zweite Bewerberin hatte ihre Kandidatur zuvor aus persönlichen Gründen zurückgezogen.
Leidenschaft für Wein und Heimat
Die 21-Jährige wurde in Grünstadt geboren, ist in Sausenheim aufgewachsen und lebt dort bis heute. Im Ort ist sie keine Unbekannte. Sie bringt sich auf verschiedene Weise ins Gemeindeleben ein und ist ehrenamtlich engagiert. Dass sie nicht aus einem klassischen Weingut stammt, sieht sie dabei nicht als Hindernis. Im Gegenteil: Die Leidenschaft für den Wein und für ihre pfälzische Heimat, so macht sie deutlich, trägt sie schon lange in sich. Dass sie sich um das Amt der Weingräfin beworben hat, passt auch zu ihrem beruflichen Weg. Seit Oktober 2024 studiert Lotte Heiner Internationale Weinwirtschaft an der Hochschule Geisenheim. Damit ist das Thema Wein für sie längst nicht nur Herzenssache, sondern auch fachlicher Schwerpunkt. In mehreren Praktika in Weingütern in der Pfalz und in Südtirol hat sie bereits praktische Erfahrungen gesammelt – im Weinberg ebenso wie im Weinkeller. Auch Weinverkostungen, Kellerführungen und der Weinverkauf gehörten zu ihren Aufgaben. Diese Mischung aus Fachwissen, Praxis und regionaler Verbundenheit dürfte ein gewichtiges Argument für ihre Wahl gewesen sein. Lotte Heiner bringt nicht nur Begeisterung für das Produkt Wein mit, sondern auch das Gespür dafür, wie man eine Region nach außen authentisch vertreten kann.
Gardetanz-Mariechen bei der Siedlergemeinschaft Grünstadt
Auch abseits des Weins ist die Sausenheimerin aktiv. Sie engagiert sich ehrenamtlich im Sausenheimer Kerwekomitee und trainiert mit großer Leidenschaft die Gardetanz-Tanzmariechen bei der Siedlergemeinschaft Grünstadt. Wer mit jungen Menschen arbeitet, Verantwortung übernimmt und sich im Vereinsleben einbringt, bringt oft genau jene Offenheit und Bodenständigkeit mit, die auch ein repräsentatives Amt verlangt. Als Weingräfin möchte Lotte Heiner das Leiningerland als Weinregion nach außen vertreten und Menschen für die Weine und die Landschaft der Region begeistern. Für sie steht das Leiningerland für herzliche Gastfreundschaft, gelebte Tradition und eine Kulturlandschaft, die ihren ganz eigenen Reiz hat. Mit ihrer offenen Art, ihrem Fachwissen und ihrer Begeisterung will sie genau das vermitteln.
Krönung ist im Juli
Die Ernennung zur 75. Weingräfin des Leiningerlandes erfolgt etwa vier Wochen vor der Krönung. Offiziell wird sie dann den Titel Lotte I. aus Sausenheim tragen. Die Amtsübernahme von der bisherigen Weingräfin Madeleine I. findet traditionell zum Auftakt des Grünstadter Weinwettstreits statt. Die Krönung ist für Freitag, 24. Juli , auf dem Luitpoldplatz geplant. Für Sausenheim ist die Wahl von Lotte Heiner auch ein schönes Signal. Und für das Leiningerland ist sie die Aussicht auf eine junge Weingräfin, die Fachkenntnis, Heimatverbundenheit und Begeisterung für den Wein auf eine sehr zeitgemäße Weise verbindet. [rgb]
Autor:Reiner Bohlander aus Frankenthal |
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