Krankenhausreform: Diese Angebote soll Grünstadt ab Januar behalten
- Viele Menschen hoffen bei der Krankenhausreform auf verlässliche Angebote in der Nähe.
- Foto: Kreiskrankenhaus Grünstadt
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Grünstadt. Welche Abteilungen bleiben vor Ort, welche fallen weg. Nach den heute veröffentlichten Ergebnissen zur Umsetzung der Krankenhausreform sieht Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld das Kreiskrankenhaus Grünstadt zunächst auf Kurs, als Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung weitgehend erhalten zu bleiben.
Ihlenfeld zeigt sich „zunächst optimistisch“, dass mehr als 95 Prozent der bisherigen Leistungsgruppen in Grünstadt bestehen bleiben. Wenn sich das bestätige, seien das „gute Nachrichten für unser Kreiskrankenhaus“.
Welche Leistungsgruppen in Grünstadt geplant sind
Demnach sollen im Kreiskrankenhaus ab Mittwoch, 1. Januar folgende Leistungsgruppen erhalten bleiben: Allgemeine Innere Medizin, Allgemeine Chirurgie, HNO, Geriatrie, Allgemeine Frauenheilkunde, Geburtshilfe, Intensivmedizin, Knie-Endoprothetik und Hüft-Endoprothetik.
Aktuell sieht die Planung zwei Leistungsgruppen nicht mehr vor. Das betrifft die Wirbelsäulenchirurgie sowie Revisionen von Knie und Hüfte. Wie die Kreisverwaltung mitteilt, sollen die Krankenhäuser dazu aber noch Stellung nehmen können. Ob dadurch noch Änderungen möglich sind, schätzt der Landkreis derzeit als nicht einschätzbar ein.
Ihlenfeld kündigt an, die Ergebnisse genau zu prüfen und Gespräche „in verschiedene Richtungen“ zu führen. Besonders im Blick hat er das evangelische Krankenhaus in Bad Dürkheim. Das Ministerium könne sich nach bisherigem Kenntnisstand eine Entwicklung zu einer Regioklinik vorstellen. Die Auswirkungen müsse der Landkreis ausreichend prüfen und mit dem Ministerium „intensiv“ besprechen.
Für zwei weitere Häuser in der Region nennt der Landrat zunächst Entwarnung. Nach bisherigen Erkenntnissen soll es im Hetzelstift in Neustadt und im Diakonissenkrankenhaus in Speyer keine wesentlichen Veränderungen bei den Leistungsgruppen geben. Ihlenfeld bewertet das positiv für den südlichen Landkreis mit Haßloch sowie für die Verbandsgemeinden Deidesheim und Lambrecht. Ziel bleibe, dass die Bevölkerung auch künftig wohnortnah stationär versorgt werden kann.
Autor:Reiner Bohlander aus Frankenthal |