Veterinäramt stellt 80 Tiere sicher
Im Tierheim ist die Hölle los

Frankenthal. 80 unterschiedliche Tiere auf einen Schlag, da hatten die Tierschützer vergangene Woche gut zu tun. „Bei uns ist die Hölle los“, berichtet Simone Jurijiw, erste Vorsitzende des Frankenthaler Tierschutzvereins. Das Veterinäramt hat die Tiere sichergestellt. Es handelt sich wahrhaftig um eine kleine Farm: Hühner, Hähne, Enten, Ponys, Gänse, Kaninchen, Meerschweinchen und ein Mini-Schwein mussten von jetzt auf nachher untergebracht werden. „Ich bin sehr stolz auf mein Team, denn wir haben durch die vielen Tiere viele Überstunden machen müssen und tun es noch immer und jeder ist für die Tiere da“, freut sich Jurijiw. Jetzt werden für die Tiere geeignete neue Besitzer gesucht. Für das Geflügel gibt es schon Interessenten. „Die sieben Hähne werden also schon bald nicht mehr bei uns krähen“, versichert Jurijiw. Und auch für das Mini-Schwein ist bereits ein neues Zuhause gefunden. Das wird die Nachbarschaft des Tierheims freuen, denn zurzeit liefert die Tiernotaufnahmestation die Geräuschkulisse eines richtigen Bauernhofs - aber eben mitten in der Stadt. „Es kräht, wiehert, bellt, grunzt und miaut“, erzählt Jurijiw.
Die insgesamt 30 Meerschweinchen müssen noch kastriert werden und es steht zu befürchten, dass viele der weiblichen Tiere noch Nachwuchs erwarten. Die Kaninchen sind zum Glück alle weiblich. Bei den drei Ponys handelt es sich um Hengste, die etwa drei bis vier Jahre alt sind. „Es sind Mini-Shettys, die allerhand Quatsch im Kopf haben und sich als Beistellpferd eignen. Auf dem Foto ist Lambrusco zu sehen. Ihm und dem zweiten Pony geht es gut. Chinati aber ist sehr mager, er befindet sich in tierärztlicher Behandlung.“
Zusätzlich wurde ein in der Mahlastraße gefundener Wellensittich und zwei Kaninchen über Ostern in die Tiernotaufnahmestation gebracht. Ein weiteres Kaninchen kam schon einige Tage früher, womit allein die Zahl der Kaninchen wieder auf 21 gestiegen ist.
Ein neues Zuhause gefunden haben die Katzen Trixi, Sarabi und Cody sowie ein Kaninchen.
Der aktuell in Frankenthal betreute Tierbestand liest sich wie die Besetzung eines Streichelzoos: Drei Hunde, neun Katzen, 21 Kaninchen, drei Zebrafinken, sieben Chinchillas, ein Wellensittich, 30 Meerschweinchen, drei Ponys, ein Mini-Schwein, 31 Hühner, sechs Enten und drei Gänse.
Simone Jurijiw bittet die Bevölkerung um Unterstützung: „Wir brauchen jede Menge Frischfutter - Salat, Paprika, Äpfel, Karotten und ähnliches. Denn fast alle unserer Tiere, die wir gerade betreuen, sind Vegetarier.“
Wer sich für eines der zu vermittelnden Tiere interessiert, kann sich mit der Tiernotaufnahmestation, Friedrich-Ebert-Straße 12, Telefon 06233 28485, in Verbindung setzen. Weitere Informationen gibt es auch unter www.frankenthaler-tierschutzverein.de. sis

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