Bildergalerie: Voller Marktplatz zum Herbstspektakel in Frankenthal
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Frankenthal. Beim internationalen Fest auf dem Marktplatz stellten Vereine ihre Arbeit vor. Gemeinsam mit Aktiven aus Länder-Communities boten sie Essen an und kamen mit den Gästen ins Gespräch. Daneben gab es ein breites Bühnenprogramm mit internationalen Künstlern, die Poesie, Gesang und Reden auf die Bühne brachten.
Spätsommerlich zeigte sich der Sonntag. Die tief stehende Sonne tauchte den Marktplatz in ein goldenes Licht und verlieh dem Fest ein besonderes Ambiente. Internationale Vereine sowie Vereine, die verfassungskonforme Werte vertreten, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, lokale Integrationsgruppen aus der Zivilgesellschaft, die Polizei und Aktive, die stellvertretend für ihre Herkunftsländer einladende Stände betrieben, waren vertreten, um mit den Besuchern und untereinander ins Gespräch zu kommen. Das rege Interesse von Tausenden Besuchern auf dem Marktplatz bereits um die Mittagszeit zeigte, dass Toleranz, Respekt und ein gutes Miteinander in Frankenthal großgeschrieben werden – trotz der Hetzkampagnen von Rechtspopulisten, etwa in den sozialen Medien.
Unter anderem stellte sich der Verein Tukuaze den Gästen vor. Die Aktiven des Frauenvereins veranstalten nicht nur internationale Begegnungsabende und Kochtreffs. Der Verein bietet Patenschaften im Bereich Migration, Sprachkurse und Kulturevents an und arbeitet eng mit großen Unternehmen sowie mit BASF, dem BAMF und der ADD zusammen. So lassen sich neue Formate, etwa Hilfsangebote, Workshops und Kunstangebote, schaffen.
„Wir wollen andere Bilder zeigen, als Social Media sie vermittelt. Die Aktiven im Verein haben alle Berufe. Unsere Mitglieder haben bereits in ihren Herkunftsländern Biologie, Medizin, IT, Lehramt oder Pflege studiert beziehungsweise eine entsprechende Ausbildung absolviert. Entweder arbeiten sie hier in Deutschland in diesem Beruf, haben sich umschulen lassen oder ein qualifizierendes Aufbaustudium absolviert. Das Wichtigste ist die Begegnung und ins Gespräch zu kommen“, erzählte Kugba Kasicci. Am Stand, der die Nation Syrien vertrat, servierten auch Männer Speisen für die Gäste.
Auf der Bühne traten internationale Künstler mit poetischen Texten, Songs in vielen Sprachen und Reden auf. Großstädte wie Berlin, Bremen, Hamburg und Mannheim werben mit Werten wie Respekt, Toleranz und erfolgreich gelebter internationaler Gesellschaft – ein Wertesystem, das längst als weicher Standortfaktoren im Wettbewerb, vor allem um kreative Milieus und Zugezogene aus der Bildungsschicht, gelten.
Gleichzeitig sorgte der verkaufsoffene Sonntag für eine hohe Frequenz in den Einkaufsstraßen. Auf dem zentralen Platz trafen sich viele Bekannte aus der Stadtgesellschaft und feierten bei einem gemütlichen Beisammensein den letzten Tag des Herbstspektakels. jg
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |
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