Zweiter Bürgerworkshop in Altdorf und Venningen
- Zweiter Bürgerworkshop in Altdorf und Venningen
- Foto: VG Edenkoben
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Venningen | Altdorf. Am 8. September 2025 fand der zweite Bürgerworkshop für die Ortsgemeinden Altdorf und Venningen in der Gäuhalle in Altdorf statt. Nach einer kurzen Begrüßung durch Bürgermeister Daniel Salm gab das Ingenieurbüro Lindschulte einen Überblick über allgemeine Hochwasser- und Starkregenvorsorgemaßnahmen sowie spezielle Maßnahmenvorschläge für die kritischen Stellen in den beiden Gemeinden.
Die Triefenbachaue ist prägend für beide Gemeinden. Historisch diente der Triefenbach zur Wasserkraftnutzung und als Vorflut, hierfür wurden Mühlgräben angelegt. Die Wasserkraftnutzung wurde zwar schon vor mehreren Jahrzehnten aufgegeben und die entsprechenden Bereiche innerorts bebaut, sowie neue Wohngebiete im Bereich der Aue erschlossen, die Auswirkungen der Gewässerverlegungen sind aber heute noch zu spüren sowie die Gräben und alten Wehre im Außenbereich noch großteils existent.
In den Orten sind bei Verschluss der Gräben und der Erschließung neuer (erhöhter) Wohngebiete in der Aue häufig Tiefpunkte entstanden, in denen sich bei Starkregen Niederschlagswasser sammelt.
Während das Hochwasserrisiko durch die große Aue und das Rückhaltebecken Venningen deutlich reduziert ist, besteht ein erhöhtes Schadensrisiko durch Starkregen, welcher nur langsam aus den Ortschaften abfließt. Entsprechend sind die zentralen Aufgaben in beiden Gemeinden auch die Reduktion des Außengebietszuflusses sowie die Niederschlagsbewirtschaftung / Ableitung innerorts. Besonderes Augenmerk sollte auf die Verbesserung des Rückhaltes und der Ableitung im Straßenraum, die bei jedem Straßenausbau berücksichtigt werden muss, gelegt werden. Da Verbesserungen an der grundsätzlichen Problematik, wenn überhaupt, nur sehr langfristig erreichbar sind, sollten Anwohner in den Straßentiefpunkten Objektschutzmaßnahmen prüfen. Zur Entlastung der Mischwasserkanalisation ist eine dezentrale Niederschlagsrückhaltung oder Bewirtschaftung (z.B. Brauchwassernutzung) sinnvoll, denn auch wenn eine einzelne Rückhaltung oder entkoppelte Dach-/Hoffläche wenig Effekt hat, kann in Summe eine große Wirkung erreicht werden.
Aus heutiger Sicht ist eine regelmäßige Überflutung der Aue für den Wasserhaushalt (insbesondere die Grundwasserneubildung) und den Naturschutz sinnvoll. Deshalb soll auch wo möglich eine natürliche Gewässerentwicklung wieder zugelassen werden.
Aufgrund der leider immer wieder auftretenden Problematik, dass Müll illegal entsorgt wird (auch am und im Gewässer), erging der Appell an alle, ihren Müll bitte richtig zu entsorgen und auch ihr Umfeld bei Missachtung darauf hinzuweisen bzw. Verstöße zu melden. Dies bezieht sich auch auf Flaschen, Verpackungen und Zigarettenstummel, die beim Picknick im Grünen angefallen sind, hierfür gibt es die entsprechenden Tonnen/Säcke und Annahmestellen. Für Sperrmüll gibt es die Möglichkeit diesen zweimal jährlich gebührenfrei abholen zu lassen oder diesen (gebührenpflichtig) bei den Wertstoffhöfen abzuliefern.
Text und Bild: Verbandsgemeindeverwaltung Edenkoben
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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